Kritik an Düngeverordnung

„Rote Gebiete“: Geyer sieht Klärungsbedarf

+
Die Mitglieder der Verbandsversammlung der Wasserversorgung Sulinger Land begrüßte Vorsitzender Reinhard Meyer im Gasthaus „Deutsches Haus“ in Siedenburg.

Siedenburg – Was die „roten Gebiete“ im Entwurf für die neue Düngeverordnung anbelangt, die Flächen mit zu hoher Nitratbelastung markieren, in denen künftig schärfere Regeln für die Düngung gelten sollen, sieht Andreas Geyer Klärungsbedarf.

Der Geschäftsführer der Wasserversorgung Sulinger Land stellte bei der Verbandsversammlung, zu der Vorsitzender Reinhard Meyer die Vertreter der Kommunen am Dienstag im Gasthaus „Deutsches Haus“ in Siedenburg begrüßte, fest: „Wir betreiben ja mithilfe der Landwirte in unseren Wassergewinnungsgebieten auch Landwirtschaft und Pflege der Ländereien. Dass wir etwas tun müssen, um die Wasserkörper zu schützen, ist unbestritten – allerdings muss es so gestaltet werden, dass der Landwirt auch noch arbeiten und leben kann.“

Der Zweckverband sei mit der Gebietskulisse, wie sie sich momentan darstellt, nicht einverstanden – denn darin finden sich laut Geyer nachweislich rot dargestellte Bereiche, „die nicht rot sind“ – und umgekehrt. Aus einer Kommentierung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft gehe hervor, dass andere Wasserversorger dasselbe Problem sehen. „Seitens des Ministeriums wird man noch einmal darlegen müssen, wie diese Gebietsbildung zustande kommt.“

Die Anschlussarbeiten im neuen Sulinger Gewerbegebiet „Vorwerker Heide“ seien im Bereich Wasser begonnen, im Bereich Schmutzwasser bereits abgeschlossen worden, teilte Andreas Geyer mit. An der Lönsstraße wurden die Trinkwasserkleitungen saniert, „die Arbeiten an der Schmutz- und Regenwasserkanalisation, in Zusammenarbeit mit der Stadt, beginnen im Laufe des Oktobers. Gleichzeitig erneuern wir auch die Wasserleitungen im Bereich des Fillerdamms.“ Erneuert werde ebenfalls der Brunnen 7 in der Sulinger Ortschaft Hassel, „es wird der Brunnen 7a. Die Baustelleneinrichtung ist abgeschlossen, kommende Woche beginnt die Bohrung“, kündigte der Geschäftsführer an. Der Plan sei, „dass die Arbeiten noch vor der Winterperiode abgeschlossen sind und der Brunnen ans Netz gehen kann.“ Was den Bereich Abwasser anbelangt, sei man gemeinsam mit der Stadt Sulingen dabei, „die Mischwassersituation ,aufzudröseln‘. Ein Projekt für die nächsten drei Jahre, wo wir immer wieder Straßenzüge angreifen müssen. Da ist auch, in allen Straßenzügen, die in den 60er Jahren verlegte Wasserleitung sanierungsbedürftig.“

Über die Prüfung des Jahresabschlusses 2018 der Wasserversorgung Sulinger Land informierte Wirtschaftsprüfer Wolfgang Kaiser (SWS Schüllermann und Partner AG), nannte einige Eckdaten. Ein positives Jahresergebnis von rund 172.000 Euro schlägt zu Buche, „ein gesundes, auskömmliches Ergebnis.“ Das Eigenkapital des Zweckverbandes wächst so auf rund 9,8 Millionen Euro, auch die Eigenkapitalquote von rund 38 Prozent bezeichnete Wolfgang Kaiser als gesund.

Die Verbandsversammlung segnete den Jahresabschluss ab, beschloss die Entlastung von Verbandsausschuss und Verbandsgeschäftsführer.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Baerbock und Habeck erneut an die Spitze der Grünen gewählt

Baerbock und Habeck erneut an die Spitze der Grünen gewählt

Jugendliche gestalten Volkstrauertag in Verden

Jugendliche gestalten Volkstrauertag in Verden

Meistgelesene Artikel

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Amateurfußball-Stickerspaß: Drei Vereine, ein Sammelalbum

Wölfe im Landkreis Diepholz: Mehrere Sichtungen bei Drentwede

Wölfe im Landkreis Diepholz: Mehrere Sichtungen bei Drentwede

Feuerwehr Wagenfeld verhindert Schornsteinbrand

Feuerwehr Wagenfeld verhindert Schornsteinbrand

Eine neue Kita in Leeste reicht nicht aus

Eine neue Kita in Leeste reicht nicht aus

Kommentare