Schulprojekt in Siedenburg und Haßbergen

Grundschüler erleben den Wald drei Tage hautnah

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Grundschüler aus Siedenburg und Haßbergen beim gemeinsamen Aufenthalt im Waldpädagogikzentrum Hahnhorst.

Siedenburg - Die Klasse 2a der „Grundschule am Speckenbach“ aus Siedenburg und die Klasse 4 der Grundschule Haßbergen (Landkreis Nienburg) haben ein gemeinsames Projekt gestartet: „Dem Lebensraum Wald auf der Spur“.

„Im Sachunterricht haben beide Klassen den Wald in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung gestellt. Typische Pflanzen und Tiere der heimischen Wälder wurden erkundet, die Aufgaben eines Försters wurden unter die Lupe genommen und die Bedeutsamkeit des Waldes für den Menschen wurde betrachtet“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Den Höhepunkt des Projektes bildete eine gemeinsame dreitägige Klassenfahrt zum Waldpädagogikzentrum Hahnhorst. „Dort konnten die Kinder ganz praktische Erfahrungen sammeln“, heißt es seitens der Schule. 

Morgens erledigten die Schüler in einem Arbeitseinsatz unter Anleitung der Waldarbeiter wichtige Aufgaben zur Pflege und Erhaltung des Waldes: Sie schnitten Pflanzen zurück, stapelten Holz, bauten die Wände für einen Hochsitz. 

Der Schafstall musste ausgemistet werden und eine Wasserrinne wurde gereinigt. „Diese Arbeiten waren zwar etwas anstrengend, aber am Schluss waren alle stolz auf ihr Ergebnis“, berichten die Lehrer.

Ein Förster zeigt den Kindern im Wald Tierspuren

Auch am Nachmittag gab es Programmpunkte. Förster Marcus Hoffmann führte die Schüler durch den Wald. Die Kinder entdeckten Rehspuren und Dachsbauten. Besonders interessant sei für die Schülerinnen und Schüler gewesen, zu entdecken, dass Wildschweine nach ihrem Schlammbad gerne „malen“ – sie scheuern sich intensiv an Bäumen, sogenannten Malbäume.

Ein weiteres Highlight sei die Entdeckungstour im Tümpel gewesen. Unter Anleitung von Marcus Hoffmann durften die Kinder ganz vorsichtig mit Keschern Tiere fangen, diese betrachten und gemeinsam bestimmen.

Auch am Lagerfeuer kann man noch Flugzeuge hören

Abends gab es ein Lagerfeuer mit Stockbrot und eine Nachtwanderung, bei der eine Hörübung zu den Geräuschen im Wald, ein Blindenparcours und ein Spiel durchgeführt wurden. Die Kinder seien erschrocken darüber, dass man auch mitten im Wald noch mechanische Geräusche von Menschen höre, wie beispielsweise ein Flugzeug.

„Durch diese Erlebnisklassenfahrt, die zur Hälfte von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert wurde, haben die Kinder den Lebensraum Wald mit seinen typischen Pflanzen und Tieren erkundet und die Achtsamkeit des Menschen gegenüber dem Lebensraum Wald reflektiert“, heißt es in der Pressemitteilung.

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