Staffhorster Rat wählt aus drei Interessenten

Ralf Wilkens bekommt „Zuschlag“ für Fläche im Gewerbegebiet in Harbergen

Die gesamte noch verfügbare Fläche im Gewerbegebiet Harbergen Ost wird an Ralf Wilkens veräußert. foto: Behling
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Die gesamte noch verfügbare Fläche im Gewerbegebiet Harbergen Ost wird an Ralf Wilkens veräußert.

Staffhorst – Zum wiederholten Male befasste sich der Rat der Gemeinde Staffhorst am Mittwochabend mit dem Verkauf von zwei Grundstücksflächen im Gewerbegebiet Harbergen-Ost. Auf der Sitzung im November hatte es keine Einigung darüber gegeben, welcher der drei Kaufinteressenten den Zuschlag bekommt.

Rund 6300 Quadratmeter sind insgesamt im Gewerbegebiet noch verfügbar. Kevin Claus aus Asendorf wollte die Gesamtfläche erwerben, um hier einen Gewerbebetrieb für mobile Zerspanungsreparaturen und ein Wohnhaus zu errichten. Ralf Wilkens und Jasper Lüschow aus der Gemeinde Staffhorst hatten Interesse an Teilflächen von jeweils 3 200 Quadratmetern bekundet – Wilkens als Option für eine spätere Erweiterung seiner in Harbergen angesiedelten Tischlerei, Lüschow als neuen Standort für seinen Gewerbebetrieb (Entsorgung, Wartung und Einbau von Kleinkläranlagen).

Gemäß der aktuellen Beschlussvorlage beanspruchten sowohl Claus als auch Wilkens das gesamte Areal. Auch Jasper Lüschow hatte inzwischen seinen Antrag von Oktober 2020 modifiziert: Sollte der Erwerb einer Teilfläche nicht möglich sein, sei er an der Gesamtfläche interessiert.

Der Rat hatte sich vorab im nicht öffentlichen Teil der Sitzung darauf verständigt, die beiden Flurstücke – abzüglich der noch zu vermessenden Flächen für die Regenrückhaltebecken (rund 1 200 Quadratmeter) – an Ralf Wilkens zu veräußern. Im Falle eines Weiterverkaufs wird der Gemeinde vertraglich ein Vorverkaufsrecht eingeräumt. Die Entscheidung im öffentlichen Teil fiel mit zwei Ja-Stimmen (Torsten Güber und Uwe Sauer) bei vier Enthaltungen. Für Bürgermeister Gert Lüschow galt laut Paragraph 41 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes das Mitwirkungsverbot.

Kevin Claus zeigte sich verärgert über den Beschluss. In der Bürgerfragestunde kritisierte er, dass die Verwaltung die Vorlage einer vom Landkreis positiv entschiedenen Bauvoranfrage zur Bedingung für Gespräche gemacht habe.

Familie Wilkens sieht in dem Kauf des Areals eine Investition in die Zukunft, ohne konkrete Pläne zu haben. Ralf Wilkens: „Wir sichern damit die Firma für die nächste Generation ab. Unser Sohn möchte in die Firma einsteigen.“ Ob der Betrieb erweitert und/oder ein Wohnhaus auf dem Grundstück gebaut werde, entscheide man in zwei oder vielleicht auch erst in zehn Jahren.

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