Gelände der ehemaligen Badeanstalt Staffhorst wird umgenutzt

Die Quelle sprudelt weiter

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Das Schwimmbecken bleibt zur Hälfte als Teich erhalten. 

Staffhorst - Es tut sich was auf dem Gelände der ehemaligen Staffhorster Badeanstalt: Die Räumungsarbeiten sind im Laufe der vergangenen Woche weit fortgeschritten. „Es wurden rund 250 Kubikmeter Wurzeln und Schlamm abtransportiert“, erklärt Bürgermeister Gert Lüschow. Jetzt sollen 500 Kubikmeter Boden aufgefüllt werden.

Die Badeanstalt wurde in den 1930er Jahren errichtet, bis Mitte der 1970er Jahre herrschte dort reger Badebetrieb. Die ältere Generation erinnert sich, dass es dort sogar Umkleidekabinen und ein Bademeisterhaus gab. Noch heute wird darüber spekuliert, warum die Einrichtung geschlossen wurde. Lüschow: „Einige Einwohner gehen davon aus, dass man die Gäste in das neu errichtete Schwimmbad in Siedenburg ‚umleiten‘ wollte.“

Die Gebäude auf dem Gelände der Staffhorster Badeanstalt sind abgerissen, hier errichtete man später das Feuerwehrhaus der Gemeinde Staffhorst. Am Beckenrand wurden Tannen gepflanzt, das Gelände überließ man weitgehend sich selbst. Im Zuge der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ entstand die Idee, das verwilderte und unansehnliche Areal zu einem Biotop umzugestalten. „Es war nicht leicht, alle Interessen unter einen Hut zu bringen“, sagte Gert Lüschow. Der aktuelle Plan sieht anders aus als ursprünglich gedacht: 1000 Quadratmeter werden dem Feuerwehrübungsplatz zugeschlagen, um ihn wettkampfgerecht ausbauen zu können. Die Gemeinde entspricht hiermit dem Antrag der Feuerwehr, die das Gelände in Eigenleistung herrichten will. Die Betonmauer an der Bachseite aus den 1930er Jahren soll erhalten bleiben, um an die alte Badeanstalt zu erinnern, das Schwimmbecken bleibt zur Hälfte als Teich erhalten.

Die Quellen, die die Badeanstalt mit Wasser versorgt haben, werden in einem Schacht zusammengeführt. Rund vier Kubikmeter Wasser sprudeln dort stündlich aus der Erde. „Der Streifen zwischen Mauer und dem Päpser Bach bleibt urtümlich erhalten, im hinteren Bereich wird eine naturgemäße Anpflanzung entstehen“, erklärte Lüschow das Konzept. Die restliche Fläche soll gärtnerisch gestaltet werden.

Die Anlegung eines Biotops ist noch nicht „vom Tisch“: Der Arbeitskreis ist auf der Suche nach einem passenden Gelände. 

mks

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