Benoit Lepinay aus Campen und sein Team backen hauchdünne Crêpes

Süß oder fruchtig?

Amauray und Benoit Lepinay versorgen Teilnehmer und Gäste mit Crêpes. - Fotos: mks

Borstel - „Na, wie viele Leute haben dich schon gefragt, ob dein französischer Akzent gespielt ist?“, hieß die Frage aus dem Borsteler Orga-Team an Benoit Lepinay, der schon am Samstag seinen Posten am Crêpe-Stand eingenommen hatte.

Nein, gespielt ist nichts. Benoit Lepinay, einer von knapp 600 Helfern aus der Samtgemeinde Siedenburg, die sich freiwillig in den Dienst der guten Sache stellen, ist gebürtiger Franzose und damit prädestiniert für die Zubereitung der bretonischen Spezialität – das fanden die Organisatoren, aber auch er selbst: „Ich bin schon vor drei Jahren gefragt worden, ob ich dabei bin. Lange überlegen musste ich nicht.“

Seine inzwischen erwachsenen Kinder Sohn Amauray (24), Ann-Solène (22) und Lena (20) waren in der Jugendfeuerwehr Borstel engagiert, er selbst ist Mitglied der Ortsfeuerwehr Bockhop. „Die Verbindung zur Feuerwehr ist da, und es ist selbstverständlich, sich einzubringen, wenn hier so etwas los ist“, betont Lepinay.

Mit Bedacht streicht er den Teig mit dem Teigrechen über die gusseiserne Platte. Crêpes werden fast ohne Fett gebacken, sie sind hauchdünn und innerhalb von kürzester Zeit fertig gebacken. „Gelernt ist gelernt“; sagt er lachend.

Maja Beste.

Bis dato ist allein seine Familie in den Genuss seiner Backkünste gekommen. Beim Zeltlager kann er auf Profi-Equipment zurückgreifen. „Das macht richtig Spaß“, sagt Ben, der seit 2001 im Borsteler Ortsteil Campen zu Hause ist. Auf der gusseiseren Platte gelingen die köstlichen Crêpes noch besser als in der Bratpfanne. Je nach Kundenwunsch werden sie mit Zucker und Zimt, Nutella, Apfelmus, Marmelade oder Kinderriegeln belegt. Auch die Variante „weiße Schokolade und frische Früchte“ ist zu haben.

Für die kommende Woche hat sich Benoit Lepinay auf lange Arbeitstage eingestellt. Morgens ist er als Service-Fahrer bei der Wäscherei Bardusch in Siedenburg im Dienst, nachmittags nimmt er seinen Platz am Crêpe-Stand auf dem Zeltlager ein. Für adäquate Vertretung in den Morgenstunden hat er auch schon gesorgt: Sohn Amauray übernimmt die erste Schicht als Crêpe-Bäcker.

Schon am Samstag kamen die ersten Kunden in den Genuss der französischen Köstlichkeit. Für die kommenden Tage hat sich Familie Lepinay auf großen Andrang eingestellt. Ihr Stand wird zwölf Stunden geöffnet haben, sie wird immer zu zweit oder zu dritt für die Kunden da sein. Dass es am Samstag relativ langsam los ging, kam Benoit und Amauray Lepinay und „Service-Kraft“ Maja Beste entgegen: „Man muss erst einmal in Schwung kommen. Aber ab Sonntag sind wir richtig schnell.“ - mks

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