Verschönerungsverein Siedenburg baut an

Neues Domizil für Florian

Sie bauten das neue Domizil (von links): Gerhard Hansack, Wilhelm Schwecke, Steffen Gerdes, Thomas Stamme, Helmut Bähre, Gerhard Rohlfing, Heinz Mohrmann, Curt Ruröde, Siegfried Baumert und Detlef Kroll. Es fehlen: Henry Gerdes, Günther Wortmann, Bernd Krahn, Josef Ferneding, Heinz Norrenbrock, Haakon und Thomas Trocha.
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Sie bauten das neue Domizil (von links): Gerhard Hansack, Wilhelm Schwecke, Steffen Gerdes, Thomas Stamme, Helmut Bähre, Gerhard Rohlfing, Heinz Mohrmann, Curt Ruröde, Siegfried Baumert und Detlef Kroll. Es fehlen: Henry Gerdes, Günther Wortmann, Bernd Krahn, Josef Ferneding, Heinz Norrenbrock, Haakon und Thomas Trocha.

Siedenburg – „Florian braucht ein eigenes Domizil“, fanden Mitglieder des Verschönerungsvereins Siedenburg (VVS) und besonders motiviert waren ausgerechnet diejenigen, die nach dem letzten Projekt beschlossen hatten, dass mit der „Bauerei“ eigentlich Schluss sein muss.

Das vereinseigene Ruderboot „Florian I“ wird auf dem Mühlenteich in der Fleckensmitte vielfältig eingesetzt, hat aber lange Liegezeiten an Land. „Wir hatten es im Backhaus untergestellt, und da war es immer im Weg“, sagt VVS-Vorsitzender Steffen Gerdes. Der Wunsch aus der Mitte des Vereins sei daher nachvollziehbar gewesen.

Zwei Jahre dauerte es von der Idee bis zur Umsetzung. Im Jahr 2020 wurde geplant, man stellte Anträge, klärte eventuelle Auflagen des Denkmalschutzes, versuchte Finanzmittel zu akquirieren. Gerdes: „Bei unserem Jahresbeitrag von 15 Euro können wir nicht viel an die Seite legen, zumal es in den letzten Jahren keine Veranstaltungen gab, die Geld in die Kasse gespült haben.“

Coronabedingt verzögerte sich der Baustart von Frühjahr 2021 auf Mitte August. Innerhalb von zweieinhalb Monaten konnten Vereinsmitglieder das Projekt realisieren.

Ehrenamtlich leisteten sie insgesamt 570 Stunden, davon entfielen allein 350 an Heinz Mohrmann, Gerd Rohlfing, Curt Ruröde und Gerhard Hansack („Bauteam Holz und Farbe“). Knapp 20 Vereinsmitglieder brachten sich ein, jeder nach seinen Möglichkeiten.

Das Gerätehaus mit neuem Anbau.

Erste Arbeiten waren das Gießen des Fundaments, das Mauern des Sockels und der Aufbau des Holzrahmenwerks. Nach Abschluss erfolgten Pflasterarbeiten sowie die Erstellung eines Regenwasserabflusssystems.

„Das war eine tolle Gemeinschaftsleistung“, sagt Steffen Gerdes: „Neben den Senioren waren auch Berufstätige dabei: Viele haben nach Feierabend oder am Wochenende mit angefasst.“ Dank der Fachkräfte aus den eigenen Reihen, die sich in den Dienst der guten Sache stellten oder Maschinen überließen, hielten sich die Kosten im Rahmen. Gerdes beziffert sie auf rund 4 500 Euro. Als Sponsoren konnte der Verein den Flecken Siedenburg, die örtliche Unternehmerinitiative „Aktives Siedenburg“, die VGH und die Volksbank Sulingen sowie Detlef Kroll, Heinz Norrenbrock und Timo Stratmann gewinnen, ein Drittel der Kosten sind durch Eigenmittel gedeckt.

Das Siedenburger „Haus im Park“, mit Backhaus.

Der 150 Mitglieder starke VVS hat das Gelände zwischen Mühlenteich und Domäne in den letzten 23 Jahren mit dem Fachwerkensemble nachhaltig geprägt. In Eigenleistung entstand 1999 das Haus am Park, 2002 folgte das Backhaus und 2007 das Gerätehaus, das jetzt den Anbau erhielt. Hier sind das Ruderboot, Mülltonnen, Feuerholz und kleine Gerätschaften untergebracht.

„Aktionen wie diese motivieren“, sagt Gerdes, der den Vorsitz des VVS im Januar 2020 übernommen hatte. Dass er in diesem Zuge zehn Neumitglieder gewinnen konnte, freut ihn besonders. „Arbeitslos“ werde man nach Abschluss des jüngsten Projekts nicht: „Neben der Pflege des Parks, die eine feste Gruppe alle zwei Wochen übernimmt, stehen Unterhaltungsarbeiten an: Im nächsten Jahr ist die Boulebahn dran. Und irgendwann werden wir sicher auch wieder eine Veranstaltung organisieren.“

Von Martina Kurth-Schumacher

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