Musikalische Andacht in der voll besetzten Kirche in Borstel

Perfekte Einstimmung

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Die musikalische Andacht füllte am Sonntag Nachmittag alle Plätze in der Kirche in Borstel.

Borstel - „Die Kirche ist heute voller als am Heiligen Abend“, stellte Pastorin Alja May fest, die die Besucher zum musikalischen Gottesdienst am Sonntag Abend in der Kirche St. Nicolai in Borstel begrüßte. Dem traditionellen Konzert des Gospelchors „Esengo Nicolai“ stellte sie den Wochenspruch zum vierten Advent voran: „Freuet euch in dem Herrn allewege“ (Philipper 4,4.5).

Küsterin Sabine Bade zählte 161 Besucher. Die Kirchenbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt, ebenso die zusätzlich herangeschafften Stühle. Im Mittelpunkt der anderthalbstündigen Andacht, die das Publikum in festliche Weihnachtsstimmung versetzte, stand das gesungene Wort. Der Gospelchor (Leitung: Heike Winalke) eröffnete das Konzert mit dem Song „Open up wide for the new coming king“ (Macht das Tor weit für den König, der da kommt). Locker, schwungvoll und mit viel Gefühl präsentierten die 20 Sängerinnen und Sänger mitreißende Gospels und getragen-besinnliche Songs in spannungsreichen Arrangements. Unter anderem stand das amerikanische Weihnachtslied „Der kleiner Trommler“ auf ihrem Programm, bei dem sich die Frauenstimmen, die Basslinie und das Fingerschnipsen perfekt ergänzten.

Es folgten Spirituals wie „Go, tell it on the mountain“, weitere bekannte und unbekannte Weihnachtslieder aus aller Welt sowie Teile der chormusikalischen Weihnachtsgeschichte „There is a light“ von Lorenz Maierhofer. Als Instrumentalisten waren Anne Falldorf (Gitarre), Christine Wehrenberg (Querflöte) und Torben Winalke (Klavier) an dem Konzert beteiligt, Susanne Grundmann und Heike Winalke traten als Solisten in Aktion. Zwischen den Beiträgen war die Gemeinde zum Mitsingen von Adventschorälen aus den Gesangbüchern aufgefordert. In den für die meisten unbekannten Song „Mary sees the baby“ stimmten die Zuhörer ein, nachdem der Gospelchor das Grundthema einige Male vorgesungen hatte. Pastorin Alja May bereicherte die musikalische Einstimmung auf Advent mit kurzen Andachtstexten. Alle Welt hoffe auf ein Weihnachten, an dem alles stimme: „Wir wünschen uns perfekte Geschenke, ein perfektes Essen, eine perfekte Deko, einen perfekten Frieden.“ Die Realität sei eine andere. Pastorin May appellierte daran, sie in ihrer Unvollkommenheit anzunehmen – ebenso wie Gott es getan habe.

Pianist Torben Winalke (Tenor) und Anika Winalke (Sopran) boten im Duett mit dem Song „Mein Ziel“ (Andi Weiss) einen wahren Hörgenuss. Sie nahmen das Thema des Konzerts zum vierten Advent musikalisch auf: „Ich bin auf einer Reise und bin noch nicht ganz da. Ich bin noch nicht, ich werde. Noch ist hier nichts perfekt“, heißt es in einer Liedzeile.

mks

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