Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer bitten zum Frühlingsfest

„Miteinander“ gibt sich in Maasen „rundum zufrieden“

Maasen - „Wir sind rundum zufrieden mit der Veranstaltung“, sagte Gabriele Caspers mit Blick auf die Besucher des Frühlingsfestes, das am Samstag knapp einhundert Gäste ins Schützenhaus in Maasen lockte. Eingeladen hatten die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer .

„Miteinander“ – der Name des Teams ist Programm. Dem Frühlingsfest lag die Idee zugrunde, Möglichkeiten der Begegnung zwischen Flüchtlingen und Einheimischen zu schaffen. Die Kaffeetafel hatten Gastgeber und Gäste gemeinsam bestückt: Sie war ebenso bunt wie die Gesellschaft, die an den Tischen miteinander ins Gespräch kam.

Kinder und Jugendliche nutzten die Angebote rund um das Schützenhaus: Heidi Winkler lud zum Filzen von Wollkugeln ein. „Die Kinder sind gut drauf, was will man mehr“, sagte die Hobbykünstlerin aus Staffhorst. Die Arbeit ging ihren kleinen „Kunden“ gut von der Hand, Sprachbarrieren kamen bei der handwerklichen Tätigkeit nicht zum Tragen, es wurde viel gelacht. Auch beim Fußballspiel oder auf der Hüpfburg, die Bürgermeister Fred Könemann zur Feier des Tages gesponsert hatte, stand der Spaß im Vordergrund.

Das zehnköpfige Team der Flüchtlingshelfer freut sich über die Unterstützung der Gemeinde und des Schützenvereins. Gabriele Caspers: „Das Schützenhaus ist der ideale Ort für Begegnung. Wir fühlen uns dort sehr gut aufgenommen und die in Maasen untergebrachten Flüchtlinge können es zu Fuß erreichen.“

Vielen der Asylbewerber ist das Haus inzwischen vertraut: Zwölf Flüchtlinge besuchen hier den einmal wöchentlich angebotenen Deutschunterricht, den Jens Schaper und Horst Werner ehrenamtlich anbieten. Auch der „Frauentreff“ – deutsche und arabische Frauen kommen dabei in unregelmäßigen Abständen zusammen – ist hier angesiedelt.

Das Frühlingsfest sei ein „kleiner Höhepunkt“ gewesen, dem wieder der Alltag folge, heißt es aus der Mitte der Teilnehmer. „Alltag“ bedeute viele organisatorische Herausforderungen. Etwa die Suche nach einer Hebamme für eine aus Syrien stammende werdende Mutter, Geburtstermin: Anfang Mai. Caspers: „Bislang hatten wir in dieser Sache noch keinen Erfolg.“ Aufgrund der großen Resonanz des Frühlingsfestes schließen die Initiatoren eine Wiederholung nicht aus – vielleicht im Sommer.

mks

Rubriklistenbild: © Janine Drusche

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