Artensterben: Borsteler Rat setzt ein Zeichen

Kein Konsens über Fußweg-Sanierung

Borstel - Die Gemeinde Borstel stellt auch in den kommenden Jahren Mittel für die Ausrichtung eines Seniorennachmittags bereit. Ratsherr Harry Brauer hatte beantragt, über diesen Punkt zu beraten. Der von der Verwaltung formulierte Grundsatzbeschluss wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf Brauers Anregung modifiziert: Er gilt nicht „für alle Zeiten“, sondern ist begrenzt auf die Wahlperiode.

Einstimmig stellte sich der Rat hinter die Anregung von Harry Brauer, als Gemeinde ein Zeichen zu setzen und Maßnahmen gegen das Artensterben zu ergreifen. 1 000 Euro werden im Haushalt 2018 für die Anlage von Blühstreifen und die Anpflanzung von blühenden Wildsträuchern bereitgestellt. Bürgermeister Dieter Engelbart gab den Ratsmitgliedern die „Hausaufgabe“, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken über geeignete Standorte zu machen. Sabine Bade teilte mit, dass auch die Kirchengemeinde in dieser Sache aktiv ist: Auf der Grasfläche am Friedhof wird eine Wildbienenwiese angelegt.

Keinen Konsens gab es bezüglich der geplanten Sanierungen der Fußwege an Poststraße und Hesterberger Straße. Laut Beschlussvorschlag sollte der Fußweg an der Poststraße bituminös befestigt werden, Kosten: 18 500 Euro. Eingehend diskutiert wurde die Notwendigkeit und die Art des Ausbaus. „Der Weg wird so gut wie nie benutzt“ (Harry Brauer), „In der 30-Er-Zone ist ein Fußweg entbehrlich“ (Sandro Wrede), „An Tempo 30 hält sich niemand“ (Claus Reinert) – die Meinungen gingen weit auseinander. Heinrich Ostermann stellte die Kosten der Sanierung der Auflösung des Weges gegenüber: „Beides ist gleich teuer, dann kann man ihn auch erhalten.“ Jens Köroskas Überlegung: „Vielleicht wird der Weg genutzt, wenn er instand gesetzt ist.“ Der Beschluss für die Sanierung in der vorgeschlagenen Form fiel mit einer Gegenstimme (Sandro Wrede) bei zwei Enthaltungen (Uwe Werner und Ulrich Steinbeck).

Zweites Sanierungsprojekt: der Radweg entlang der Hesterberger Straße. Hierfür sind 42 500 Euro eingeplant. Laut Beschluss wird er ebenfalls bituminös befestigt, um die Unterhaltungskosten zu minimieren. Harry Brauer appellierte, die Ausschreibungen im Team vorzubereiten: „Ich wäre gern involviert.“ Bürgermeister Engelbart klärte auf, dass Ausschreibungen extern vergeben werden. Im Übrigen seien alle Ratsmitglieder involviert: „Man muss den Bürgermeister nur mal anrufen...“ 

 mks

Rubriklistenbild: © da pd

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