Atmosphäre „angenehm familiär“

Impfaktion der Samtgemeinde Siedenburg in Mellinghausen läuft reibungslos ab

Kaum Wartezeiten ergaben sich für die Impflinge, 136 kamen am Samstag zur Impfstation im Altbau der ehemaligen Grundschule in Mellinghausen.
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Kaum Wartezeiten ergaben sich für die Impflinge, 136 kamen am Samstag zur Impfstation im Altbau der ehemaligen Grundschule in Mellinghausen.

Mellinghausen – Warteschlange? Fehlanzeige! Parkplatz finden? Kein Problem! Der Impftermin in Mellinghausen, ein Angebot für Einwohner der Samtgemeinde Siedenburg der Generation 80 plus, ging am Samstag ruhig und reibungslos vonstatten.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir nicht so weit fahren müssen“, sagte Astrid Everding aus Brake. Sie und ihr Ehemann Rüdiger hatten sich über das zentrale Impfportal in Bassum angemeldet – nach endlosen Fehlversuchen waren sie auf der Warteliste gelandet. Und dann kam der Brief mit dem Angebot der Samtgemeinde.

Diese hatte 349 Einwohner der genannten Altersgruppe angeschrieben. 136 von ihnen kamen am Samstag zur Impfstation im Altbau der ehemaligen Grundschule, in dem das DRK in Kürze eine Tagespflegeeinrichtung eröffnet, um sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Sieben Mitarbeiter des Kreisverbandes waren für die Vorbereitung, Dokumentation und Beobachtung zuständig, als Ärztinnen waren Dr. Claudia Blume (Sulingen) und Astrid Buhr (Siedenburg) vor Ort. Unterstützung erhielt das Impfteam von Brigitte Schwarz, Margret Vogt und Inna Brodt (DRK Ortsverein Siedenburg) sowie von Gabi Hillmann (Ortsverein Mellinghausen). Nach jeweils einer halben Stunde konnten die Senioren die Station verlassen. Am 8. Mai erhalten sie ihre Zweitimpfung.

Zufrieden mit dem Ablauf: Rainer Ahrens, Andrea Havekost-Pahl und Brigitte Schwarz (von links).

„Im Grunde genommen ist es nicht Aufgabe der Verwaltung, so etwas zu organisieren, aber wir machen das trotz des immensen Aufwands gern“, unterstrich Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens und fügte hinzu: „Eigentlich hätte das schon viel früher passieren können und müssen.“ Ein Plus sei der persönliche Touch. Und die Flexibilität. Sein Dank galt allen Beteiligten: den Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, den örtlichen DRK-Ortsvereinen, aber auch dem Schützenverein Siedenburg, der das Mobiliar gestellt hatte.

Mittlerweile sind Informationsschreiben an die über 70-Jährigen verschickt worden. „Die letzten Briefe gehen am Montag raus“, erklärte Andrea Havekost-Pahl, die seitens der Verwaltung federführend für Anschreiben und Terminvergaben verantwortlich ist. Möglich sei auch, sich über die Homepage der Samtgemeinde anzumelden. Wer sich zur Impfung bereit erklärt, werde registriert und erhalte zeitnah den Bescheid mit Ort und Zeit seines Termins. Ob die Tagespflegeeinrichtung auch für diesen Durchgang zur Verfügung steht, sei noch unklar.

Sich an die vorgegebene Reihenfolge zu halten – jahrgangsweise gestaffelte Einladungen – lohne sich in der Samtgemeinde Siedenburg nicht, sagte Samtgemeindebürgermeister Ahrens: „Es geht um insgesamt 448 Personen; wir können sie an zwei Impfterminen versorgen.“

Voll des Lobes für die gute Organisation waren Simon Becker und Theres Mattke, Projektleiter „Mobiles Impfen“ des DRK-Kreisverbandes. Sie und ihre Kollegen waren seit Januar bereits in vielen Orten des Landkreises tätig. „Siedenburg war super vorbereitet, die Räumlichkeiten sind optimal“, bestätigte Theres Mattke. Die dezentrale Impfung mache trotz des logistischen Aufwands absolut Sinn: „Die Atmosphäre ist angenehm familiär, und es gibt kaum Wartezeiten.“ Brigitte Schwarz nannte die Aktion absolut gelungen: „Die Leute waren dankbar und gut gelaunt. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“

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