Höhere Beiträge ab 2019?

Unterhaltungsverband Große Aue denkt über Beitragserhöhung nach

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Die neue Sohlgleite mit Beckenstruktur in der Siede an der Bundesstraße 214 im Bereich Sieden / Mesloh.

Mellinghausen - Verbandsvorsteher Heinrich Nuttelmann geht davon aus, dass der Flächenbeitrag des Unterhaltungsverbandes Große Aue für das Jahr 2019 von aktuell elf auf dann 13 Euro angehoben wird. Das machte Nuttelmann während der Haushaltssitzung des Verbandes deutlich. „Aufgrund der immer komplexer werdenden Aufgaben beziehungsweise Arbeiten kann der bisherige Beitragssatz nicht mehr dauerhaft gehalten werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Der für das Jahr 2018 aufgestellte Haushaltsplan weise demnach eine Gesamtsumme von etwa 2,42 Millionen Euro aus. Neben den regulären Unterhaltungs- plant der Verband auch für das aktuelle Jahr Gewässerentwicklungsmaßnahmen. In der Siede sollen zwei weitere Sohlabstürze rück- beziehungsweise umgebaut werden. Weiterhin sind mehrere Strukturverbesserungsmaßnahmen durch den Einbau von Totholz und Kies sowie die Wiederherstellung von Auenbereichen an der Großen Aue, am Rohrbach in Liebenau und am Triebjebach in Wietzen sowie an der Kleinen Aue in Melloh und an der Sule geplant. Der Bauhaushalt für die Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen beläuft sich nach Angaben des Verbandes in der Summe auf etwa 750 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt über verschiedene Förderprogramme des Landkreises, des Landes und der Europäischen Union.

Im Rückblick auf die Maßnahmen des Jahres 2017 sprach Verbandsgeschäftsführer Rainer Ausborn während der Zusammenkunft von „erheblichen Herausforderungen“, denen man sich im vergangenen Jahr zu stellen gehabt hätte; nicht zuletzt aufgrund der starken Niederschläge im zweiten Halbjahr. „Das Wasser konnte zügig abgeführt werden. Trotzdem blieben die Flächen wegen der anhaltenden Regenfälle nass und schlecht befahrbar. Neben dem Wasser von oben hatten wir auch mit dem Wind zu kämpfen.“

Für den Unterhaltungsverband „Uchter Mühlenbach“ hätten die Mitarbeiter des hiesigen Verbandes im Jahr 2017 einen Sohlabsturz im „Bruch- und Kolkgraben“ in Wellie zu einer rauen Sohlgleite umgebaut und so die Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und aquatische Lebewesen hergestellt. Darüber hinaus wurde die Durchgängigkeit in der Siede, neben der Großen Aue das zweitgrößte Gewässer des Verbandes, weiter ausgebaut. Wie bereits in den Jahren 2012 und 2013 wurden 2017 zwei Sohlabstürze zu Sohlgleiten mit Beckenstruktur umgebaut. Ausborn: „Dadurch ist die Siede nun auf etwa 12,7 Kilometern durchgängig für Fische und aquatische Lebewesen.“ Finanziert worden seien die Projekte durch Zuwendungen des Landes Niedersachsen, der Europäischen Union und mit einem Eigenanteil des Verbandes.

Geschäftsführer Ausborn: „Die Umsetzung der Maßnahmen hat für die Fischfauna eine sehr hohe Bedeutung. Im Mittellauf der Siede konnten wieder Bachforellen festgestellt werden.“

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