Hilfe in der Region Hildesheim mit 32 Fahrzeugen / Voralarmierung für 120 DRK-Aktive

Hochwasser: 130 Feuerwehrkräfte im Pumpeinsatz

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Freiwillige Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Diepholz pumpen in Holle, Landkreis Hildesheim, überflutete Keller aus.

Landkreis Diepholz - Mit 32 Fahrzeugen und 130 Kräften ist die Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 Donnerstagmorgen zum Hochwasser-Einsatz ausgerückt: In der Region Hildesheim helfen die Freiwilligen aus dem Landkreis Diepholz beim Auspumpen von Kellern. Um 6.45 Uhr alarmierte die Leitstelle in Diepholz diese Feuerwehreinheit, die im Hochwassergebiet Einsatzkräfte aus dem Landkreis Verden ablöste. Es blieb wenig Zeit, den Einsatz mit den Arbeitgebern der Freiwilligen zu klären und sich für diesen speziellen Einsatz zu rüsten: „Um 8.30 Uhr verabschiedete Kreisbrandmeister Michael Wessels die Einsatzkräfte am Sammelplatz in Siedenburg“, so Matthias Thom als Pressesprecher der Kreisfeuerwehr.

In der Bereitschaft sind Einsatzkräfte aus der Stadt Twistringen sowie den Samtgemeinden Bruchhausen-Vilsen, Schwaförden und Siedenburg zusammengezogen. „Bereitschaftsführer Axel Bodenstab und der stellvertretende Kreisbrandmeister Hartmut Specht stehen als Verbindungskräfte der örtlichen Einsatzleitung und dem Einsatzstab vor Ort zur Verfügung“, so Matthias Thom.

Landrat Cord Bockhop lobte diese Krisen-Unterstützung ausdrücklich und zollte allen Einsatzkräften seine Anerkennung.

Erster Einsatzort im Krisengebiet: Heersum. Dort überwachten die Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Diepholz den Notdeich und pumpten überflutete Keller sowie Räume in etlichen Gebäuden aus – genauso wie anschließend in Holle. Zur Ausrüstung gehört übrigens auch eine Hochleistungspumpe der Firma Exxon.

Mit vor Ort: Der Versorgungszug der Kreisfeuerwehr und ein Einsatzfahrzeug des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) aus dem Landkreis Diepholz mit zwei Kräften. „Zur Eigensicherung der Kreisfeuerwehr“, berichtet DRK-Bereitschaftsführer Andreas Held. Er und seine Kollegen aus dem Landkreis Diepholz verfolgten die Nachrichten über die Lage in Hildesheim Donnerstag mit großer Aufmerksamkeit. Denn für die 13 DRK-Bereitschaften im Landkreis mit insgesamt 120 Einsatzkräften gab es Donnerstag am frühen Nachmittag eine Voralarmierung. „Wir müssen unsere Erreichbarkeit sicherstellen“, erklärt Andreas Held die Bedeutung dieser Nachricht.

Diepholzer Feuerwehren helfen im Hochwasser-Krisengebiet

Welche Aufgaben würden die DRK-Kräfte im Einsatzfall im Hochwassergebiet übernehmen? „Die Betreuung von Evakuierten zum Beispiel“, so der Bereitschaftsführer. Sie könnten – je nach Anforderung – aber auch Notunterkünfte errichten oder die Trinkwasserversorgung der Menschen mit unterstützen.

Bis zu 72 Stunden könnten die DRK-Kräfte aus dem Landkreis Diepholz im Einsatz sein. Für die Kreisfeuerwehr steht schon jetzt fest: Sie wird ihre Aufgaben nach maximal 36 Stunden an ihre Kollegen aus Cuxhaven abgeben. „Die Einsatzkräfte werden voraussichtlich Freitagmittag wieder zurück sein“, so Matthias Thom. 

sdl

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