Vom 27. bis 29. Mai 2022

„High Flames Festival“ in Maasen: Aus Flachserei wird langsam Realität

Drei Musiker spielen im Dunkeln auf einer improvisierten Bühne im Garten.
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Die Band „Notausgäng“ aus Bremen begleitete in diesem Jahr das „Festival at home“.

Maasen – Ein Rock- und Metal-Festival im Sulinger Land? Klar, das muss das „Reload“ in Sulingen sein. Nein, muss es nicht: Im kommenden Jahr soll das „High Flames Festival“ in Maasen vom 27. bis 29. Mai seine Premiere feiern.

Die Idee dazu sei schon zehn oder elf Jahre alt, verrät Jascha Knost, einer der Organisatoren. Er habe mit seinem Kumpel Jeffrey Gerszewski darüber gesprochen, wie es wäre, eine eigene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. „Damals war das nur Gerede.“ Aber nachdem im vergangenen Jahr alle Festivals ausfielen, habe man ein „Festival at home“ gefeiert. Dabei half das „Reload“, denn Maasen war eine Station der „Corona Tour“, bei der die Macher des Sulinger Festivals die Fans zusammen mit der Band „Watch Out Stampede“ besuchten. Besucher und Nachbarn seien ganz begeistert gewesen, „und da haben wir uns gedacht: Wenn das so gut geht, warum denn nicht?“

Holger Plate habe dafür seine benachbarte Weide als Veranstaltungsgelände angeboten, und von Bernd Borchers erhalte man eine Fläche, die den Besuchern im kommenden Jahr als Campingplatz dienen soll, erläutert Jascha Knost.

Das Banner des „High Flames Festivals“ ist bereits gestaltet.

Organisiert wird die Veranstaltung von einer Gruppe von Freunden im Alter von Mitte 20 bis Mitte 30. Neben Knost und Gerszewski gehören dazu Tim Finke, Benjamin Walz, Lena Knost und Christopher Rötters. „Wir werden auch von Firmen und Landwirten aus dem Dorf und aus der Region unterstützt, das freut uns sehr“, betont Knost.

Zugesagt seien sowohl tatkräftige Unterstützung als auch das Bereitstellen von Maschinen und Gerätschaften oder Sponsoring. Bei den Geschäftspartnern arbeite man ebenfalls mit regionalen Firmen zusammen, aus einem Umkreis von einer Stunde Fahrtzeit – „da können wir notfalls auch nachordern, wenn etwas knapp wird.“ Bei der Technik greife man zurück auf ein Unternehmen, das er bereits von anderen Veranstaltungen kenne, denn seit acht Jahren sei er nebenberuflich im Sicherheitsdienst tätig.

Das Line-up des „High Flames Festival“ setzt nicht auf internationale Acts: „Wir wollen etwas Regionales bieten und kleineren Bands eine Auftrittsmöglichkeit geben, weil jetzt auf den Dörfern insgesamt weniger los ist.“

Richtung: Rock und Metal

Ein „Vorbild“ für derartige Veranstaltungen habe die Gruppe nicht, sagt Knost: „Wir wollen etwas Eigenständiges machen und uns nicht nach anderen richten.“ Musikalisch gehe es in Richtung Rock und Metal, denn „wir sind alle ,Reload‘-Gänger.“ Zu den Machern des Sulinger Festivals habe man bereits Kontakt aufgenommen und sie über die eigenen Pläne informiert, berichtet Knost – „die Reaktionen waren ganz positiv.“

Nachdem es kürzlich noch einmal ein „Festival at home“ mit der Bremer Formation „Notausgäng“ gab, schreiten nun die konkreten Vorbereitungen voran. Die Anwohner seien alle informiert worden, und „bis jetzt gab es nur positive Rückmeldungen.“ Die Planungen mit der Gemeinde bezüglich der Infrastruktur seien zum größten Teil abgeschlossen, die Leitungen für Strom und Wasser auf dem Gelände würden wahrscheinlich erst kurz vor Beginn und auch nur für die Dauer des Festivals verlegt.

Planungen für bis zu 1000 Gäste

Ausgelegt sei die Veranstaltung vorerst für bis zu 1000 Gäste. „Theoretisch wäre Platz für mehr Besucher“, versichert Knost, „aber wir finden die kleineren Festivals mit bis zu 20.000 Besuchern ganz angenehm, weil man da so kurze Wege hat.“

Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die Besucher am Freitag, 27. Mai, anreisen und bereits die ersten Bands erleben können. Die weiteren Auftritte folgen am Samstag, 28. Mai und der Sonntag, 29. Mai, ist gedacht als Abreisetag.

Line-up wird ab Mitte August veröffentlicht

Mit insgesamt 18 Bands plane man für das Festival: „Es sieht schon ganz gut aus, nur ein Slot ist noch frei“, verspricht Knost. Das komplette Line-up werde voraussichtlich ab Mitte August nach und nach veröffentlicht. Einen Termin für den Beginn des Ticketverkaufs gebe es dagegen noch nicht.

„Unsere größte Sorge ist das Wetter“, so Knost. „Damit kann alles ins Wasser fallen. Aber alles andere können wir beeinflussen.“

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