„Hier musste etwas passieren“

TSV Mellinghausen setzt Sanierung des Vereinsheimes fort

„Hier musste unbedingt etwas passieren“, erklärt Angela Peter, Vorsitzende des TSV Mellinghausen, mit Blick auf das Vereinsheim. Im März soll die Sanierung abgeschlossen sein. Foto: Kurth-Schumacher

Mellinghausen - Die Umkleidekabinen waren sanierungsbedürftig, der Schiedsrichter-Raum wenig einladend, die Duschen zum Teil nicht mehr funktionstüchtig: „Hier musste unbedingt etwas passieren“, erklärte Angela Peter, Vorsitzende des TSV Mellinghausen, mit Blick auf das Vereinsheim.

Seit 2017 hat sich viel getan: In einem ersten Bauabschnitt haben Vereinsmitglieder unter ihrer Regie die oben genannten Bereiche instandgesetzt. „Wir freuen uns, dass wir motivierte Handwerker und handwerklich geschickte Laien in unseren Reihen haben“, sagt Angela Peter. Bei den Arbeitseinsätzen waren jeweils zwischen fünf und acht Helfer vor Ort.

Sie verlegten Fußboden und installierten eine Duschkabine im Schiedsrichter-Raum, ersetzten die Armaturen in den Duschen, versahen die Wände mit frischer Farbe, erneuerten die Lichttechnik und tauschten im gesamten Gebäude die Glasbausteine gegen Fenster aus. Insgesamt brachten die Ehrenamtlichen 190 Stunden Eigenleistung ein.

2018 sollten die Sanitäranlagen erneuert werden. „Wir haben uns dagegen entschieden: Die Renovierung des Aufenthaltsraums war wichtiger“, sagte Angela Peter: „Wenn die Helfer bei Veranstaltungen das Geschirr lieber zu Hause als im Sportheim abwaschen, stimmt etwas nicht.“ Inzwischen wurde der Raum gestrichen, mit neuem Fußboden und neuem Mobiliar ausgestattet, er wirkt freundlich und wohnlich. Der 321 Mitglieder zählende Verein investierte rund 2 500 Euro Eigenmittel - und 65 Arbeitsstunden.

Der Gemeinderat machte sich Ende Januar ein Bild von den bisher erfolgten Maßnahmen. Er hatte 2017 einstimmig beschlossen, Materialkosten in Höhe von insgesamt 8 000 Euro für die Sanierung des Anbaus zu tragen. Die Ratsvertreter überzeugten sich davon, dass die für den ersten Bauabschnitt bereitgestellte Summe in Höhe von 5 000 Euro gut angelegt ist.

Blick in den Schiedsrichterbereich: Die Helfer installierten hier eine Duschkabine. Foto: Kurth-Schumacher

Das Vereinsheim, in den 1960-er Jahren gebaut und 1985 erweitert, ist im Besitz der Gemeinde. „Laut Nutzungsvertrag liegt die Zuständigkeit für die Unterhaltung beim TSV, aber bei einer Sanierung in diesem Umfang ist natürlich der Hauseigentümer gefragt“, räumte Bürgermeister Günther Riedemann ein. Umso erfreulicher sei, dass der Verein die Maßnahme in Eigenleistung abgewickelt habe: „Wir sind sehr angetan von diesem Engagement.“

Der nächste Bauabschnitt beginnt am Samstag. Angela Peter: „Wir werden die Sanitäranlagen erneuern, sie entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard.“

Da die Zuschussbewilligung der Gemeinde auf nicht mehr aktuellen Kostenvoranschlägen basiert und - anders als zunächst geplant - auch der Fußboden erneuert wird, hat der Verein beantragt, die hierfür freigegebene Summe von 3000 Euro auf 4500 Euro zu erhöhen. Auch die Landjugend MOMB, die die Toiletten im Sportheim regelmäßig nutzt, hat finanzielle Unterstützung zugesagt.

„Wir stehen der Sache positiv gegenüber“, betonte Bürgermeister Riedemann, die Entscheidung werde Ende Februar im Zuge der Haushaltsberatungen fallen.

Die TSV-Mitglieder krempeln derweil die Ärmel hoch. Erklärtes Ziel des Vereins ist, die Arbeiten pünktlich zum Rückrunden-Start der Fußballer Mitte März abzuschließen.  

mks

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