Richtfest für das Baumhaus in Bockhop

Herberge „am Ende der Welt“

Hans Maassen befestigt die Richtkrone am Rohbau.
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Hans Maassen befestigt die Richtkrone am Rohbau.

Bockhop –  Das Richtfest des ersten Bauwerks der künftigen Baumhausherberge zog am Samstag 35 Interessierte auf das idyllische Grundstück am Ende des Wiesenwegs in Bockhop. Die geladenen Gäste – Angehörige, Nachbarn und Geschäftspartner – zollten Silvia und Hans Maassen Respekt für das ehrgeizige Projekt, das immer mehr Form annimmt.

Den Rohbau hatte Hans Maassen innerhalb von zwei Monaten in „600 plus“ Arbeitsstunden weitestgehend in Eigenleistung errichtet, der Innenausbau wird weitere zwei Monate in Anspruch nehmen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Gäste einziehen; mittelfristig sind drei weitere Baumhäuser geplant.

„Wunderbar, Schatz“

Begleitet vom Krähen der Hähne bat Maassen die Besucher zum feierlichen Akt unter die hohen Bäume, um in ihrem Beisein den von den Nachbarn gebundenen Kranz einzuloten.

„Wie gefällt es dir?“, fragte er seine Frau Silvia, die die Herberge betreiben wird. Mit ihrem Einverständnis („Wunderbar, Schatz!“) fixierte er unter dem Beifall des Publikums das Richtsymbol am höchsten Punkt der Dachkonstruktion.

„Mit Verlaub und Gottes Segen“ hob er die Flasche auf das prächtige Haus, das er „im Schweiße seines Angesichts für Besucher und für sich selbst“ gebaut hat: „Auf dass es mehr sei als Dach und Wände.“ Das Glück möge in den Lieblingsort einziehen, der den „Gästen zur Heimat und allen der schönste Platz auf Erden werden soll“.

Besucher beeindruckt von Konstruktion

Die Besucher des Richtfests waren beeindruckt von der zweistöckigen Baukonstruktion in der mächtigen Eiche, die tragendes Gestaltungselement des künftigen Wohnzimmers ist.

Von einer Dachterrasse in acht Metern Höhe haben die Bewohner Aussicht auf die Felder, große Fenster im „Obergeschoss“ ermöglichen je nach Jahreszeit den Blick vom Schlafzimmer ins Blätterdach oder in den Sternenhimmel. Laut Silvia Maassen gibt es bereits mehrere Buchungsanfragen.

Die Resonanz der Nachbarn bewegte sich zwischen Euphorie und leichten Zweifeln, ob eine Herberge „am Ende der Welt“ nachgefragt wird. Der Unternehmungsgeist der Bauherren ist die beste Voraussetzung für den Erfolg. „Ich bewundere ihren Mut. Und ich bin sicher, dass ihr Angebot ankommt“, sagte Dieter Engelbart.

Auch Baumpfleger Lukas Werner-Etienne, der die Eichen in der Vorplanung auf Tragfähigkeit und Standfestigkeit geprüft hatte, zeigte sich optimistisch: „Mir war von Anfang an klar, dass die beiden das durchziehen. Es gibt Leute, die reden viel und kriegen nichts hin. Die Maassens gehören nicht dazu.“

Von Martina Kurth-schumacher

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