Stellvertreter: Niebuhr und Hastrup-Kiil

Gemeinderat Staffhorst wählt Torsten Güber zum Bürgermeister

Der neue Gemeinderat: Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens mit André Riechers, Lena Bartels, Torben Seger, Marvin Campe; sitzend: Elisabeth Hastrup-Kiil, Torsten Güber und Volker Niebuhr (von links).
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Der neue Gemeinderat: Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens mit André Riechers, Lena Bartels, Torben Seger, Marvin Campe; sitzend: Elisabeth Hastrup-Kiil, Torsten Güber und Volker Niebuhr (von links).

Staffhorst – Die Stimmung bei der ersten Sitzung der neuen Wahlperiode in der Gaststätte Wolters hatte etwas von „erstem Schultag“: Nur Torsten Güber und Volker Niebuhr waren bereits im Gemeinderat Staffhorst vertreten, für fünf Ratsmitglieder war das Prozedere absolutes Neuland. Lena Bartels, Torben Seger, Elisabeth Hastrup-Kiil, Marvin Campe und André Riechers sind erstmals in den Rat eingezogen, dem aufgrund der unter 500 gesunkenen Einwohnerzahl nur noch sieben Mandatsträger angehören.

Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens fragte Elisabeth Hastrup-Kiil, ältestes Mitglied des Rates, ob sie bereit sei, die Sitzung bis zur Bürgermeisterwahl zu leiten. „Ich komme aus Dänemark. Wir sind bekannt dafür, dass wir pragmatisch und direkt sind. Ich mach das“, sagte Hastrup-Kiil. Die förmliche Verpflichtung und die Pflichtenbelehrung der Ratsmitglieder übernahm der noch amtierende stellvertretende Bürgermeister Uwe Sauer. Laut einstimmigem Beschluss verzichtet der Rat auch in dieser Periode auf die Einrichtung von Fachausschüssen und Verwaltungsausschuss.

Die Bürgermeisterwahl erfolgte per Handzeichen. Torsten Güber, vorgeschlagen von Volker Niebuhr, war der einzige Kandidat und erhielt das uneingeschränkte Vertrauen seiner Ratskollegen, bei eigener Enthaltung. „Ich hoffe, ich enttäusche Euch nicht und gehe davon aus, dass wir immer vernünftige und gute Lösungen finden“, sagte Torsten Güber und spendierte für Rat und Zuhörer eine Runde „Kirchenfenster“. Vereidigt wurde er von Elisabeth Hastrup-Kiil.

Für das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters schlug André Riechers Volker Niebuhr vor, Elisabeth Hastrup-Kiil brachte Lena Bartels ins Spiel, die jedoch ihre Bereitschaft verneinte. Volker Niebuhr wurde daraufhin in offener Abstimmung einstimmig gewählt – ebenfalls bei eigener Enthaltung. Eine geheime Wahl war für die Besetzung des zweiten Stellvertreterpostens erforderlich. Nachdem Torben Seger Marvin Campe vorgeschlagen hatte, meldete sich Elisabeth Hastrup-Kiil zu Wort: „Es sollte eine Frau sein. Wenn Lena nicht will, dann möchte ich kandidieren.“ Auf sie entfielen vier der sieben Stimmen.

Die Gemeinde wird eingleisig geführt. Auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Güber betraute der Rat mit einstimmigem Votum Rainer Ahrens mit seiner Vertretung in Verwaltungsangelegenheiten. Er wurde für die Dauer von fünf Jahren in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen.

Blumen und herzliche Dankesworte zum Abschied: Bürgermeister Torsten Güber mit Fred Wrissenberg, Thomas Nienstedt, Uwe Sauer und Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens (von links).

Vier Personen gehören dem Rat der Gemeinde Staffhorst in der neuen Wahlperiode nicht mehr an. „Ich danke Euch sehr! Euer ehrenamtlicher Einsatz verdient Respekt und Anerkennung“, hieß es bei der feierlichen Verabschiedung von Uwe Sauer, Thomas Nienstedt, Fred Wrissenberg und Jan Hoes durch Bürgermeister Torsten Güber, der für jeden persönliche Worte fand.

Fred Wrissenberg war 20 Jahre im Rat vertreten, Thomas Nienstedt wirkte zehn Jahre mit und Jan Hoes, der am Dienstag nicht anwesend war, fünf Jahre. Uwe Sauer war drei Perioden Mitglied des Staffhorster Rates. Er engagierte sich fünf Jahre als zweiter und zehn Jahre als erster stellvertretender Bürgermeister. Die Ratsarbeit habe ihm viel bedeutet, betonte Sauer. Bei der Kommunalwahl 2021 war er nicht mehr angetreten: „Jetzt ist die junge Generation dran.“ Dem neuen Rat wünschte er „gutes Gelingen“ – in der Hoffnung, dass „die kleine Gemeinde Staffhorst“ finanzkräftig bleibe und sich damit Chancen bewahre, dauerhaft selbstständig zu bleiben.

Glasfaser: Arbeiten stocken

„In der Gemeinde sind alle Leerrohre verlegt, aber die Arbeiten stocken“, teilte Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens auf die Frage nach dem Fortschritt des Breitbandausbaus hin mit. Coronabedingt fehle es offenbar an Material. Ahrens: „Einen Termin für die Hausanschlüsse gibt es nicht; meine optimistische Schätzung: erste Jahreshälfte 2022.“

Zweiter Anlauf für Baugebiet

Der Staffhorster Gemeinderat entschied einstimmig, den Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplans „Dienstborsteler Straße“ von 2019 aufzuheben und erneut ein beschleunigtes Verfahren in Gang zu setzen. Laut Verwaltungsvertreter Rainer Ahrens handelt es sich um einen formellen Akt, um keine Fristen zu verpassen. Die Fläche, auf der fünf Bauplätze ausgewiesen werden sollen, befinde sich inzwischen im Eigentum der Gemeinde, alle „Problempunkte“ habe man mit dem Landkreis klären können. Von einer Verzögerung des Verfahrens sei nicht auszugehen: „Ich schätze, dass es innerhalb der nächsten neun Monate abgeschlossen werden kann.“ Die Frage sei, ob alle Bewerber um Grundstücke weiterhin interessiert sind. Die Entscheidung, nach welchem Konzept sie vergeben werden sollen, habe der neue Rat zu treffen.

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