„Gartenarbeit macht Spaß“

Ab sofort steht auch Buddeln und Gießen auf dem Plan an der Grundschule in Siedenburg

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Dank der Garten-AG blüht es und gedeiht im Schulgarten an der Grundschule in Siedenburg.

Siedenburg – „Gartenarbeit macht Spaß“, finden die Schüler der Grundschule am Speckenbach. Zwar ist das Unkrautjäten mäßig beliebt, aber ganz hoch im Kurs stehen das Gießen der Pflanzen mit dem Gartenschlauch. Und das Ernten. Die Jungen nennen eine weitere Lieblingsbeschäftigung: „Buddeln.“

Der Schulgarten, der im vergangenen Jahr zwischen zwei Gebäudetrakten der neuen Schule entstanden ist, hat sich zu einem kleinen Paradies entwickelt. Im letzten Jahr wurden Obstbäume gepflanzt, ein Blühstreifen angelegt und ein Insektenhotel gebaut. Inzwischen hat die Gemeinschaftsaufgabe „Schulgarten“ klare Strukturen. Zuständig für die grüne Oase sind 15 Schüler der Garten-AG von Lehrerin Kerstin Alfken sowie acht Kinder der Umwelt-AG, die die pädagogische Mitarbeiterin Iris Bergholz im Rahmen der Ganztagsschule anbietet.

Wie kriegt man die Schote auf?

Wächterinnen im Bienenbeet.

Im Garten gedeihen Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Aronia, Kräuter, Radieschen, Kürbis, Gurken und Erbsen. Letztere waren für einige Kinder ein Rätsel. Ihre Frage: Wie macht man die Schote auf? Die Salaternte deckt mehr als den Eigenbedarf, Köstlichkeiten wie Erdbeeren & Co. werden in kleine Stücke geschnitten und in der Schülerschaft verteilt. „Das klappt prima“, versichern Kerstin Alfken und Iris Bergholz. Für das Gartenprojekt konnte die Schule verschiedene Sponsoren gewinnen: Neben der Umweltstiftung „Bingo“ brachten sich die Interessengemeinschaft „Aktives Siedenburg“ und die Firma „Kersel Energie“ ein. Auch die Borsteler Landfrauen waren im „Boot“: Elke Böttcher und Beate Linsenhoff überzeugten sich am Montag davon, dass der Zuschuss ihres Vereins für die Anschaffung von bienenfreundlichen Gehölzen gut angelegt wurde.

Sponsoren mit „im Boot“

In der letzten Maiwoche haben sich alle 160 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Recycling beschäftigt. Neben Spielzeug aus Verpackungen, einer Glasorgel aus Altglas und Vogelhäusern aus Holzresten entstanden auch bunte Holzstelen, „Wächterinnen“ für das Bienenbeet und robustes Mobiliar aus Paletten für den Schulgarten.

Parallel dazu dokumentieren die Erstklässler zurzeit die Entwicklung von Distelfaltern von der Raupe zum Schmetterling. Nach dem Schlüpfen werden die Falter in einen Netzbehälter umgesetzt und schließlich in die Freiheit entlassen. Natürlich im Schulgarten. Die Projekte sind Bausteine der Bewerbung der Grundschule am Speckenbach als „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“.

Mülltrennung und Recycling

„Wir haben diese Idee 2015 bei der Erstellung des Schulprogramms entwickelt“, erklärt Rektorin Karen Hausner, „Handlungsfelder unserer Bewerbung lauten Mülltrennung und Müllvermeidung sowie Gesunde Ernährung.“ Unabhängig davon, ob die Aktivitäten im Herbst mit der Zertifizierung belohnt werden: Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind im Schulalltag verankert und haben in den Köpfen der Kinder einiges bewegt. „Das ist unser Hauptanliegen“, unterstreicht Hausner.

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