Premiere von „Buddy’s Revival Festival“ zieht an zwei Tagen rund 700 Gäste nach Ohlendorf

Familiäres Ambiente und interessantes Line-up

Auftritt von „Acehole & the big noice Blues“: Franz „Buddy“ Badinski, der verstorbene Namensgeber von „Buddy’s Revival Festival“, hatte die Band seinerzeit unter dem Namen „Bluesanol“ gegründet. Foto: Kurth-Schumacher

Ohlendorf – „Das ist eine geile Sache, nächstes Jahr bin ich auch dabei“, sagte ein Besucher des Festivals, zu dem der „Music Club Ohlendorf“ am Wochenende eingeladen hatte. Bei Vereinsvorsitzendem Felix Wolf stieß er damit offene Türen auf: „Die Resonanz auf unsere erste Veranstaltung ist so groß, dass wir dringend weitere Mitstreiter brauchen.“

Insgesamt rund 700 Gäste pilgerten am Samstag und Sonntag auf den Hof Wolf. Das Motto „umsonst und draußen“ zog ebenso wie das familiäre Ambiente und das interessante Line-up: Die Sängerin Amelie Besler, die Bands „Gonna be Loud“, „Still in Progress“ und „Anlasser“ am Freitag, die „Rangers“, „Between the Border“, „Acehole & the big noice Blues“ und „Be Orange“ sorgten für ein Musikprogramm im Spektrum zwischen Pop und Hardrock, das Besucher aller Generationen ansprach.

„Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu anderen Musikveranstaltungen in der Region, sondern eher als Ergänzung“, unterstrich Felix Wolf. Im Vordergrund stehe die Nachwuchsförderung: „Wir wollen jungen Bands eine Bühne bieten, die selten eine Gelegenheit haben, aufzutreten.“ Einen großartigen Eindruck hätten etwa die Sulinger Christian Klüber, Jonas Wilms, Tjark Mühlenhardt, Colin Lange und Glen Soboll hinterlassen: „Still in Pogress“ trat erstmals in dieser Besetzung öffentlich auf.

Dass das Publikum die Idee des Festivals mitträgt, zeigte sich an der Spendenbereitschaft: Allein am Freitag landeten 1 000 Euro im „Hut“. Die Kosten für Gema, Genehmigungen und Bereitstellung der Infrastruktur sollen aus dem Erlös des Verkaufs von Speisen und Getränken gedeckt werden. „Wir hoffen, dass wir das hinbekommen“, sagte Ulla Wolf, die neben Konrad Wolf und Jens Köroska ebenfalls im Vorstand vertreten ist: „In erster Linie freuen wir uns, dass es so gut läuft. Verdienen wollen wir nichts an der Veranstaltung.“

Als vorletzte Band stand „Acehole & the big noice Blues“ auf der Bühne. Die Sulinger haben sich dem Blues unterschiedlicher Stilrichtungen verschrieben: Im Repertoire hatten sie Coversongs von Otis Redding bis ZZ Top, aber auch eigene Stücke. „Wir sind ,Buddy’s Band‘, seine Musik lebt weiter“, erklärte Pianist Otto Lüschow. Franz „Buddy“ Badinski, Namensgeber von „Buddy’s Revival Festival“, hatte die Band seinerzeit unter dem Namen „Bluesanol“ gegründet.

Auch Felix Wolf erinnerte immer wieder an seinen Freund Badinski, der ein Urgestein der Sulinger Musikszene war und mit dem er zusammen die Idee eines Festivals entwickelt hatte. „Nicht von ungefähr haben wir den Termin auf seinen dritten Todestag gelegt. Das ist schon sehr emotional.“  mks

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Massendemos und neue Unruhen: Katalonien-Konflikt eskaliert

Massendemos und neue Unruhen: Katalonien-Konflikt eskaliert

Abstimmung über Brexit-Deal könnte denkbar knapp ausgehen

Abstimmung über Brexit-Deal könnte denkbar knapp ausgehen

Fotostrecke: U19-Spieler Woltemade im Abschlusstraining dabei - Pizarro bereit für Hertha

Fotostrecke: U19-Spieler Woltemade im Abschlusstraining dabei - Pizarro bereit für Hertha

Tausende protestieren im Libanon

Tausende protestieren im Libanon

Meistgelesene Artikel

Bundeswehr erklärt Überschnall-Knalle: Jets folgen klaren Regeln

Bundeswehr erklärt Überschnall-Knalle: Jets folgen klaren Regeln

Boutique „Wedding Day“ in Twistringen ist Schauplatz für Vox-Sendung

Boutique „Wedding Day“ in Twistringen ist Schauplatz für Vox-Sendung

B214: Ab November Vollsperrung

B214: Ab November Vollsperrung

Phantombild-Fahndung nach Überfall auf Fahrdienst-Mitarbeiterin

Phantombild-Fahndung nach Überfall auf Fahrdienst-Mitarbeiterin

Kommentare