Ernteumzug in Siedenburg mit 14 Gespannen und einer Fahrradgruppe

„Bayern“ binden 2016 Krone

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Am Wagen der Bewohner der Kornstraße verkündete doppeldeutig ein Schild: „Wir haben noch Plätze frei“.

Siedenburg - Jugendfeuerwehrwartin Nadine Trocha warf einen sorgenvollen Blick in die dunklen Wolken: „Hoffentlich geht das gut – wir hatten keine Zeit mehr, ein Dach zu bauen.“ Wetterfest waren die wenigsten der 14 Erntewagen in Siedenburg. Glück für die Teilnehmer: Die letzten Tropfen regneten vor Beginn des zweistündigen Umzugs ab.

Am Wagen der Bewohner der Kornstraße verkündete doppeldeutig ein Schild: „Wir haben noch Plätze frei“.

Nicht nur in dieser Beziehung war das zweite Erntefest der „Neuzeit“ ein voller Erfolg: Der Schützenverein und die Dorfjugend – Osterbunnies und Maibaumpflanzer – hatten viele Einwohner mobilisieren können. Ein langer Zug einfallsreich dekorierter Wagen ging auf Tour, ein stattliches Spalier von Schaulustigen verfolgte den Umzug entlang der Strecke.

Schützenpräsident Dirk Franke und die Erntemajestäten Jasmin Meyer und Sascha Aufderheide begrüßten die Gäste im Namen der Organisatoren, bevor die Kinder des Kindergartens Karibuni die Gesellschaft mit zwei Herbstliedern auf einen bunten Nachmittag einstimmten.

Vereine, Freundeskreise, Nachbarschaften und Institutionen hatten Gespanne geschmückt. Die „Heidjers“ widmeten ihren Wagen den Schützenmajestäten aus den eigenen Reihen, „Freunde, lasst uns singen“, hatte sich der Männergesangverein auf die Fahnen geschrieben. „Ist die Ernte eingebracht, wird in der Ahornstraße Party gemacht“, hieß das Motto der Anlieger, die vor der Abfahrt „Pannenhilfe“ beanspruchten: Ihr Gefährt hatte einen Platten. „Wir haben noch Plätze frei“, hieß die vielsagende Botschaft der Kornstraße: Nicht nur auf dem Wagen, sondern auch im Baugebiet sind neue Nachbarn willkommen.

Im Wagen von „Siedenburg-City“ fuhr Meister Adebar mit: eine Hommage an das Storchenpaar, das sich in diesem Jahr im Flecken nistete. Ein fahrendes Insektenhotel mit zum Teil entsprechend kostümierten „Bewohnern“ bot die „Kurze Wendung“, ein Blickfang war auch die Nachbarschaft aus der Speckenstraße um Henry Lesemann in Lederhose und Dirndl. Sie setzte auf krachlederne bayrische Gemütlichkeit. Die „Erntewagen-Crew“ fuhr mit einem Partymobil mit Nebelmaschine vor, und auch die Organisatoren waren mit jeweils eigenen Gespannen am Start – gefolgt von einer gut gelaunten Fahrradgruppe aus der Mitte des DRK.

Erntefest in Siedenburg

„Wir freuen uns besonders, dass die Jugend so gut vertreten war“, sagte Maren Knoop. Die Jury – Schützenpräsident Dirk Franke, „Osterbunny“ Jasmin Meyer und „Maibaumpflanzer“ Sascha Aufderheide – hatte die schwere Aufgabe, die Wagen zu prämieren. Das rollende Oktoberfest-Mobil aus der Speckenstraße lag in ihrer Gunst ganz oben, gefolgt von den Gefährten der „Kurzen Wendung“ und der „Erntewagen-Crew“. Den „Bayern“ gebührt nicht nur die Ehre des Erstplatzierten: Sie haben auch die Aufgabe, im kommenden Jahr die Erntekrone zu binden.

mks

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