Einweihung Dorfstraße: „Gute Lösung im Sinne der Bürger“

Lüschow: „Paradebeispiel“

Stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder bei der ersten Testfahrt.
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Stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder bei der ersten Testfahrt.

Staffhorst - „Wir sind dankbar für das Entgegenkommen des Landkreises“, betonte Bürgermeister Gert Lüschow auf dem Dorffest anlässlich der Einweihung der neuen Dorfstraße. Das Ergebnis der intensiven Verhandlungen sei ein Paradebeispiel für Bürgernähe: „Ich wünsche mir für alle Bereiche, dass Politik und Verwaltung Möglichkeiten ausloten, um im Sinne der Bürger eine gute Lösung zu finden.“

Vor zweieinhalb Jahren begann die Diskussion in den politischen Gremien und in der Dorfgemeinschaft über die Notwendigkeit, die K 60 auf 3,5 Kilometer Länge zu sanieren. Nach den Richtlinien des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) hätte der Ausbau die Verbreiterung auf 5,50 Meter bedeutet und – damit verbunden – die Anwendung von RPS-Maßnahmen, sprich Baumfällungen oder eine umfangreiche Beplankung. Hiergegen hatte sich erheblicher Widerstand geregt.

Nach mehreren Bürgerversammlungen und Ratssitzungen zu diesem Thema, auf denen verschiedene Modelle durchgespielt wurden, hatte man zusammen mit der Landkreisverwaltung eine einvernehmlich Lösung gefunden: Die Sanierung der Straße, die an ihrer engsten Stelle nur 4,25 Meter breit ist, erfolgte in vorhandener Breite, die Kurvenbereiche und der Seitenraum wurden mit hochwertigem Material befestiget und verdichtet. Ein Zugeständnis der Gemeinde: Sie beteiligte sich an den Baukosten, die sich auf insgesamt 588000 Euro belaufen.

Gert Lüschow lobte die gelungene Kooperation mit Landrat Cord Bockhop und Bernd Fredrich (Fachdienst Umwelt und Straße) von der Landkreisverwaltung sowie das gute Zusammenspiel mit der Straßenbaufirma und den Anliegern: Letztere hatten einige Befestigungsarbeiten in Eigenleistung übernommen.

Engagement war Trumpf, auch bei der Einweihungsfeier am Sonntagmorgen. Die Nachbarn hatten für die feierliche Zeremonie einen Kranz aus Buchs und Blumen gebunden, an dem die Honoratioren die Belastbarkeit ihrer „Amtsscheren“ testeten. Nach vielen heißen Diskussionen habe man sich arrangiert und engagiert, stellte die stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder in ihrem offiziellen Grußwort fest. Sie freue sich über die große Gästeschar: „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Einwohner mit dem Ausbau zufrieden sind.“ Elmar Könemund, Vorsitzender des Ausschusses für Kreisentwicklung, nannte die Staffhorster eine lebendige, vom Miteinander geprägte Dorfgemeinschaft. Hiervon habe er sich zum zweiten Mal überzeugen können, sagte Könemund, der am 25. Juni als Vorsitzender der Bewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ erstmals in Staffhorst war.

Zu Beginn des gemütlichen Teil lud Uwe Sauer die Ehrengäste zu einer Probefahrt per Dreirad auf der neuen Straße ein – ein Gaudi für die Anwesenden, die den Anlass bei Musik (Willis Dorfmusik) und (Frei-)Getränken dann im Gasthaus zur Post entsprechend feierten.

mks

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