Christian Fortkamp jetzt „Geprüfter Meister für Bäderbetriebe“

Durch Zufall zum Traumberuf

Gratulation: Christian Fortkamp (links) hat seine Prüfung als „Geprüfter Meister für Bäderbetriebe“ bestanden, Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens gratuliert mit einem Geschenk.
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Gratulation: Christian Fortkamp (links) hat seine Prüfung als „Geprüfter Meister für Bäderbetriebe“ bestanden, Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens gratuliert mit einem Geschenk.

Siedenburg – Christian Fortkamp strahlt: Seit Ende August ist er „Geprüfter Meister für Bäderbetriebe“. Nachdem er den theoretischen Teil im Frühjahr in Hannover als Bester der 13 Teilnehmer des Lehrgangs bestanden hatte, überzeugte er jetzt den sechsköpfigen Prüfungsausschuss auch in der Praxis. Corona bedingt hatte sich die Prüfung um vier Monate verschoben.

Im Sommer 2019 hatte der 24-Jährige bereits den „Ausbilderschein“ erworben, der ihn künftig berechtigt, Fachangestellte für Bäderbetriebe anzuleiten. Unter dem Strich liegen somit anderthalb Jahre Vorbereitungszeit hinter ihm, die zum Teil in die laufende Saison fiel. „Ich bin froh, dass ich damit durch bin“, sagt Christian Fortkamp. Er gehört zu den jüngsten Schwimm-Meistern in Niedersachsen, die Verantwortung für einen kommunalen Bäderbetrieb tragen.

Auf seinen Traumberuf ist er durch Zufall gestoßen. In der neunten Hauptschulklasse habe ihm sein Lehrer Peter Ahlers einen Praktikumsplatz im Sulinger Hallenbad vermittelt. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht. Als dort ein Jahr später ein Ausbildungsplatz angeboten wurde, habe ich mich beworben“, sagt Fortkamp. Im Anschluss fand er in Siedenburg eine Anstellung. Ein Jahr ging er bei Schwimm-Meister Heiner Jüttner in die „Lehre“ und übernahm nach dessen Eintritt in den Ruhestand die Leitung des Bäderbetriebs (Freibad Siedenburg und Hallenbad Borstel).

Mit dem Wunsch, Lücken zu schließen

Eine Meisterprüfung sei für seinen Job keine Voraussetzung, aber er habe den Wunsch gehabt, Lücken zu schließen, sagt Fortkamp – etwa in punkto Technik, Personalführung oder Marketing. Er freue sich, dass der Samtgemeinderat seinen entsprechenden Antrag genehmigt habe. Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung sei ohnehin sehr positiv, unterstreicht er: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man das Personal in die Planung einbezieht.“

Fortkamps Ideen sind gefragt – etwa bei der Sanierung des Hallenbads, mit der er sich in seiner Projektarbeit mit dem Titel: „Planung der Neustrukturierung im Hallenbad Borstel, Schwerpunkt: Wasserfläche für zukünftige Nutzungsanforderungen“ beschäftigt hat. Der Zuwendungsbescheid liegt inzwischen vor, Fortkamp wird die Maßnahmen begleiten.

Im Freibad hat der 24-Jährige neue Angebote installiert: Aqua-Jogging-Kurse sind inzwischen ebenso etabliert wie die Schwimmlehrgänge; zum Ende der Saison lud Fortkamp erstmals zum „Totenkopfschwimmen“ ein: Langzeitschwimmen ohne Beckenrandkontakt.

Badesaison endet am 11. September

Die Badegäste, die er durch die Bank namentlich kennt, mögen ihn. „Der persönliche Touch gefällt mir“, offenbart der junge Schwimm-Meister. Das habe sich auch in der von Corona gezeichneten Sommersaison bewährt: „Man hat alle Leute im Blick und weiß um ihre Gewohnheiten.“

Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens lobte in diesem Zusammenhang das von Fortkamp aufgestellte Hygienekonzept. Dass trotz Corona und trotz nur durchschnittlicher Temperaturen in diesem Jahr weit über 11000 Gäste kamen, sei auch Fortkamps Verdienst. Ahrens: „Er ist ein Multitalent.“

Die Freibadsaison endet am Freitag, 11. September. Das Bad hat an diesem Tag bis 22 Uhr geöffnet.

Von Martina Kurth-schumacher

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