Helmut und Gerda Knake feiern am Mittwoch in Brake diamantene Hochzeit

Dankbar für Familienzusammenhalt

Seit 60 Jahren sind heute Gerda und Helmut Knake verheiratet. 
Foto: Kurth-Schumacher
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Seit 60 Jahren sind heute Gerda und Helmut Knake verheiratet.
  • Martina Kurth-Schumacher
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Brake – Das für den 10. Juni geplante Fest in großer Runde anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit entfällt – mit Kindern und Enkelkindern Essen zu gehen, ist für Gerda und Helmut Knake aber „Ehrensache“. „Wir haben allen Grund zu feiern und in Dankbarkeit zurückzuschauen“, erklären die Ehejubilare aus Mellinghausen-Brake.

Ihre Wege kreuzten sich erstmals vor 75 Jahren in der Volksschule in Brake: Helmut Knake, Braker „Urgestein“, und Gerda Volgmann aus Klein Krebs (Kreis Marienwerder/Westpreußen) drückten zusammen die Schulbank.

Die diamantene Braut, geboren am 2. Juni 1938, war im März 1945 mit Mutter und Schwester, kurz vor dem einsetzenden Tauwetter, per Pferd und Wagen über die zugefrorene Weichsel westwärts geflüchtet. Ein neues Zuhause fanden sie in Brake in einem Häuslingshaus von Landwirt Wiechmann. Nach der Schule ging sie bei ihm für acht Jahre in Stellung – ein Arbeitsverhältnis „mit Familienanschluss“. Helmut Knake kam am 3. Mai 1939 zur Welt. Nach seiner Konfirmation nahm er ebenfalls eine Beschäftigung auf dem Hof Wiechmann an, bis er 1960 zum Wehrdienst eingezogen wurde.

Ihre Verlobung feierten die Eheleute im September 1959 auf Wiechmanns Diele, das „Ja-Wort“ gaben sie sich am 10. Juni 1960 im Standesamt und vor dem Traualtar in Mellinghausen. Gern erinnern sie sich an ihre großen Feiern: Sowohl zur grünen als auch zu silbernen und goldenen Hochzeit spielte Lührings Kapelle auf.

Beruflich orientierte sich Helmut Knake nach dem Wehrdienst neu. Er absolvierte eine Ausbildung im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum in Münchehof und wurde Forstwirt im Staatsforst Erdmannshausen (Revierförsterei Bult). 1991 schied er aus gesundheitlichen Gründen nach 30 Jahren aus seinem Beruf aus. Gerda Knake fand in Haus und Hof ein weites Betätigungsfeld. Sie übernahm außerdem die „Urlaubsvertretung“ für ihren Schwiegervater Johann Knake, der bis 1977 in Brake eine Poststelle führte.

Dankbar sind die Ehejubilare für ihre engen Familienbande. Mit Sohn Detlef und Schwiegertochter Anke, Tochter Ines, deren Lebensgefährten André Heitmann und den Enkelkindern Timon (20) und Tasja (16) leben sie in harmonischer Hausgemeinschaft unter einem Dach. Sohn Ralf, Schwiegertochter Stephanie und Enkelin Marina (16) sind in Sulingen zu Hause. „Vor zwei Jahren waren wir beide sehr krank; dass es uns heute so gut geht, ist fast ein Wunder“, sagte Gerda Knake. Dank der Unterstützung ihrer Familie hätten sie die schwere Zeit gemeistert.

Helmut Knake nennt das Fahrradfahren und das Angeln als seine Steckenpferde, Gerda Knake das Handarbeiten. Beide lieben ihren Garten und „Stubentiger“ Minka. Eine weitere gemeinsame Leidenschaft ist das Verreisen. Liebstes Urlaubsziel ist die Insel Fehmarn, die sie mehr als 50 Mal besucht haben. Bei allem Bedauern, dass die Feier mit Freunden und Nachbarn, zu denen sie ein nettes Verhältnis pflegen, ausfallen muss, sind die Ehejubilare grundzufrieden: „Wir nehmen es, wie es kommt, und schauen optimistisch nach vorn.“

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