Siedenburger setzen musikalisches Zeichen

Coronavirus „in die Flucht trommeln“

Mindestens 50 Familien haben laut Helge Kühling vom Organisationsteam am Sonntagabend an der Aktion teilgenommen. Foto: Privat
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Mindestens 50 Familien haben laut Helge Kühling vom Organisationsteam am Sonntagabend an der Aktion teilgenommen.

Siedenburg – „Fenster öffnen, Musik aufdrehen und trommeln“, hieß die Devise am Sonntagabend um 18 Uhr im Flecken Siedenburg und Umgebung: Eltern von Grundschulkindern hatten dazu aufgerufen, sich der Aktion „MusikerInnen für Deutschland“ anzuschließen und ein (Lautstärke-)Zeichen zu setzen – für Gemeinschaftssinn in schwierigen Zeiten.

„Ich hatte von der bundesweiten Initiative gehört und überlegt, wie wir unsere Kinder einbeziehen können“, erklärt Mitinitiatorin Simone Olschowsky: „Ihnen fehlen zurzeit die sozialen Kontakte.“ Die Idee, zu musizieren – jeder für sich, aber in gewisser Weise doch gemeinsam – habe sich angeboten. Im Herbst hatte die „Grundschule am Speckenbach“ eine Projektwoche unter dem Titel „Trommelzauber“ durchgeführt, die Kindern und Erwachsenen noch gut in Erinnerung ist. Simone Olschowsky: „Daran haben wir angeknüpft.“ Zusammen mit einer kleinen Vorbereitungsgruppe hat sie die Idee, „Corona in die Flucht trommeln“, über soziale Netzwerke und persönliche Einladungen verbreitet. Die Organisatoren wählten ein Lied aus dem Musikprojekt aus, zu dem die Kinder mit Hingabe Trommeln, Kochtöpfe und Schüsseln „bearbeiteten“.

„Das war gut für die Psyche und außerdem ein Riesenspaß“, sagte Helge Kühling. Bei ihm liefen vorab online Fragen und im Nachhinein Rückmeldungen aus der ganzen Samtgemeinde ein. Er geht davon aus, dass mindestens 50 Familien an der Aktion teilgenommen haben. Musik und Trommelwirbel waren weithin zu hören, laut Anwohnern aus der Ortsmitte „aus mehreren Richtungen“. Dass sie nicht nur Kinder und Eltern begeistern konnten, freut die Initiatoren besonders. „Mein Nachbar hat mit einem Hammer auf die Schiebkarre geschlagen. Toll!“, findet Helge Kühling. Auch Brigitte Schwarz gehörte zu den Zufallsteilnehmern; ihre Nachbarn hatten ihr einen Info-Zettel in den Briefkasten gesteckt. „Na klar, habe ich mitgemacht“, sagt die Rentnerin: „Ich hatte sogar noch eine echte afrikanische Trommel im Haus - vom Weltgebetstag.“ Bei einer Neuauflage wäre sie sofort wieder dabei.

Corona-Aktion „MusikerInnen für Deutschland“ - Trommeln in Siedenburg

Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitu ng/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
Corona: Trommel-Aktion in Siedenburg
In Siedenburg wurde kräftig getrommelt. © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
 © Mediengruppe Kreiszeitung/privat
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 © Mediengruppe Kreiszeitung/privat

Eine regelmäßige Wiederholung sei aktuell allerdings nicht geplant, teilt Simone Olschowsky mit. Man werde abwarten, wie sich die Situation entwickelt und möglicherweise zum Ende der Krise noch einmal alle Musikbegeisterten „zusammentrommeln“. Die Aktion habe auf jeden Fall ein Gefühl von Gemeinschaft, Stärke und Freude transportiert: „Das war wichtig für die Kinder, aber auch für uns selbst.“

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