Update, 14. Juni: Technischer Defekt

Brand im Torfwerk in Borstel

Eine Maschine hatte überhitzt und den Torf entzündet.

Borstel - Einsatz im Torfwerk in Borstel am Montagnachmittag gegen 15.20 Uhr: Aufgrund des Einsatzortes wurde der sogenannte F2-Alarmplan ausgerufen.

Das bedeutet, dass neben den örtlichen Feuerwehren aus Borstel und Bockhop auch die aus Staffhorst, Maasen, Brake und Siedenburg sowie aus dem benachbarten Holte und Hesterberg im Landkreis Nienburg alarmiert wurden. Nachalarmiert wurde zudem die Sulinger Drehleiter. Unter der Leitung von Borstels Ortsbrandmeister Lutz Peymann bekämpften die über 100 Einsatzkräfte den Brand. 

Nach ersten Angaben hat eine Maschine, angebracht außen an der Produktionshalle, überhitzt. Durch den Wind wurde der knochentrockene Torf drumherum immer großflächiger entzündet. Darunter auch der Torf auf einem Förderband, dadurch wiederum gelangte das Feuer nahe an die Sandwichplatten, die an dem oberen Teil der Produktionshalle angebracht sind – und letztlich in die Halle. 

Laut Peymann haben die Einsatzkräfte sowohl von außen, als auch von innen zahlreiche Brandnester bekämpft. Per Radlader wurde der Torf ins Freie befördert und hier mit Löschschaum abgelöscht. Vor Ort waren die DRK-Bereitschaft Siedenburg und zunächst auch ein Team der DRK-Rettungswache aus Sulingen.

Löscharbeiten bis in die Abendstunden

Von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck wurde der Abrollbehälter nach Borstel gebracht, um Material auszutauschen, insbesondere Schläuche und Sauerstoffflaschen für die Atemschutzgeräteträger. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Welcher Art die Brandwache zu stellen ist, soll erst entschieden werden, wenn der Torf aus der Halle und drumherum entfernt ist.

Laut Peymann habe man die für die Löscharbeiten notwendigen Wasserentnahmestellen in der Nähe gehabt: Eine öffentliche über einen Unterflurhydranten und eine weitere betriebseigene, wie sie in einem solchen Unternehmen vorzuhalten sei, lobte der Einsatzleiter.

+++ Update, 14. Juni: Technischer Defekt als Brandursache +++

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, gehen die Ermittler von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Ein Gebäude des Torfwerkes an der Hesterberger Straße wurde durch das Feuer beschädigt. Der entstandene Schaden wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

sis

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