„Exil-Borsteler“ Heidi Knoop-Müller und Matthias Leßnau helfen im Zeltlager

Arbeitsurlaub in der Heimat

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Heidi Knoop-Müller.

Borstel - Von Martina Kurth-Schumacher. Knapp 600 Ehrenamtliche sind in der Kreiszeltlager-Woche in Borstel im Einsatz – einige von ihnen stundenweise, andere an allen Tagen rund um die Uhr.

Heidi Knoop-Müller (Aschaffenburg) und Matthias Leßnau (Dortmund) – beide sind ehemalige Borsteler – haben nicht nur eine Woche Urlaub, sondern auch weite Wege in Kauf genommen, um diesen Event aktiv mitzuerleben.

Matthias Leßnau war in den 1990er-Jahren Betreuer in der Jugendfeuerwehr Borstel. „Ich habe schon vor einem Jahr meinen Urlaub entsprechend geplant“, sagt der 43-Jährige. Ursprünglich wollte er nur als Besucher dabei sein, dann hörte er von dem Aufruf der Organisatoren und füllte spontan einen Helferbogen aus. „Toll, dass ich sogar mit anpacken darf“, findet der ehrenamtliche Mitarbeiter der Dienststelle „Tross“. Schmunzelnd erzählt er, dass ihm die Jugendlichen von damals heute zeigen, „wo die Harke steht“.

Matthias Leßnau.

Familiäre Bindungen gaben auch für Gunda-Knoop-Müller (53) den Ausschlag. Bruder Heiner Knoop ist stellvertretender Ortsbrandmeister, Nichten und Neffen sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr Borstel. Seit der Termin für das Zeltlager in Borstel steht, ist für sie klar, dass sie diesen Event nicht nur als Zaungast miterleben will. In ihrer Wahl-Heimat Aschaffenburg hat sie erzählt, dass sie vorhat, bei einem Zeltlager zu helfen. „Ausgegangen bin ich von 500 Teilnehmern“, sagt sie. Damit, dass annähernd 2000 Jugendliche und Erwachsene zu versorgen sind, hat sie nicht gerechnet. Sie sei „total überwältigt“ von diesem Ausmaß und auch von dem guten Zusammenhalt der Helfer und ihrer Bereitschaft, „unglaublich viel Zeit und Kraft zu investieren“. Ihren „Wunsch-Arbeitsplatz“ nimmt sie täglich von morgens bis mittags bei der Essensausgabe ein. In der Regel ist sie auch nachmittags auf dem Zeltlager-Gelände präsent – „rein zum Vergnügen“.

Jugendfeuerwehrlager: Der Montag

Matthias Leßnau und Gunda Knoop-Müller sind sich einig: „So etwas haben wir noch nicht erlebt.“ Am Mittwoch reisen weitere auswärtige Helfer an – aus Heilbronn.

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