Devise: „Alles muss raus“

Borsteler Hallenbad „Aquaris“: Abrissarbeiten bereiten Runderneuerung vor

Die Einstiegsleitern weichen Treppen in die Becken – die bekommen „Edelstahl-Inlays“, die wiederum mit PVC-Folie verkleidet werden, erläutert Christian Fortkamp.
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Die Einstiegsleitern weichen Treppen in die Becken – die bekommen „Edelstahl-Inlays“, die wiederum mit PVC-Folie verkleidet werden, erläutert Christian Fortkamp.

Borstel – Freiwillige aus den örtlichen Vereinen standen schon in den Startlöchern, um bei den Abbrucharbeiten im Borsteler Hallenbad zu helfen. „Angesichts der Corona-Auflagen war das leider nicht möglich“, bedauert Schwimmmeister Christian Fortkamp.

Insbesondere im 20 Quadratmeter großen Keller, in dem Filter, Pumpen und Co. untergebracht sind, ist Abstand zu halten problematisch. „Die Apparaturen müssen komplett ausgebaut werden – abgesehen von der Heizung auf der oberen Ebene“, erklärt Fortkamp. Die 51 Jahre alte Technik habe nicht mehr den heutigen DIN-Vorschriften entsprochen, hatte aber Bestandsschutz: „Die Werte waren bis zum Schluss in Ordnung.“ Jetzt sollen die Anlagen Platz für die neue Technik machen: „Großbaustelle“ für Christian Fortkamp, der die Arbeiten, mit sporadischer Unterstützung von Kollegin Anja Menke und Mitarbeitern des Bauhofs der Samtgemeinde Siedenburg, erledigt.

Vorbereitende Arbeiten stehen in der Schwimmhalle an. Eine Baustaubwand soll Feinstaub zurückhalten, der bei Flexarbeiten entstehen wird: Handwerker wollen den Fußboden auf der Höhe der ehemaligen Fensterfront nach einem vermeintlich vorhandenen Fundament sondieren. Nebenschauplatz sind Umkleidekabinen und Sanitäranlagen – gemeinsamer Bereich für Hallenbad und Sporthalle. „Alles muss raus“, lautet auch hier die Devise. Im Zuge der Renovierung wird unter anderem die Zahl der Duschen erhöht. Alle Maßnahmen orientieren sich an den praktischen Erfordernissen.

Inmitten der maroden Technik im Keller des Hallenbades: Schwimmmeister Christian Fortkamp.

Christian Fortkamp hatte zusammen mit Fachplaner Ralf Deye (Deye Consulting aus Hatten) die Eckdaten für die Bassins festgelegt. Etwa den Erhalt eines getrennten Nichtschwimmerbeckens oder die abgestuften Beckentiefen des „Schwimmers“. Sie erlauben nach wie vor „Kopfsprünge“ und bieten gleichzeitig optimale Bedingungen für Kurse wie Aquafitness-Training. In die vorhandenen Beckenkörper werden Edelstahlbecken eingelassen und diese mit PVC-Folie verkleidet. Einstiegstreppen, die die bestehenden Einstiegsleitern ersetzen, ermöglichen einen komfortablen Zugang.

Die Kosten für die energetische Komplettsanierung und die Erneuerung des Umkleide- und Sanitärbereichs liegen bei rund einer Million Euro. Eingeplant sind Fördermittel in Höhe von 50 Prozent der Investition. „Das Ausschreibungsverfahren beginnt am 15. Februar, die Auftragsvergabe erfolgt am 22. März“, teilte Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens auf der jüngsten Samtgemeinderatssitzung mit. Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten rechnen die Auftraggeber Anfang Mai.

„Hallenbaden“ wohl ab Herbst wieder möglich

Der Probelauf könnte nach jetzigem Stand Mitte August erfolgen – ein strammer Zeitplan mit zweimonatigem „Puffer“: Üblicherweise beginnt die Hallenbadsaison am 15. Oktober. Schwimmmeister Christian Fortkamp geht auf jeden Fall davon aus, dass „hallenbaden“ nach zweijähriger Zwangspause ab Herbst wieder möglich ist: in einem runderneuerten Bad, das allen modernen Anforderungen in puncto Energieeffizienz, Komfort und Hygiene entspricht.

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