Ab 2022 im „2+1“-System?

Ausbau der B 214 im Bereich Borstel geplant

Der Ausbau der Bundesstraße 214 zwischen Borstel und der B 6 wird derzeit geplant.

Borstel - Mit dem Ausbau der B 214 im „2+1-System“ ist erst in einigen Jahren zu rechnen, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sucht jedoch schon jetzt das Gespräch mit den Bürgern. „Als Planfeststellungsbehörde wollen wir zu einem frühen Zeitpunkt informieren, aber auch Wünsche und Hinweise von den Betroffenen vor Ort aufnehmen“, sagt Projektplaner Dipl. Ing. Jürgen Callies.

Bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch ging es um den Streckenabschnitt östlich der Gemeinde Borstel von der Abzweigung der K 29 (Richtung Pennigsehl) bis zur Einmündung in die Bundesstraße 6.

Das Teilstück der Bundesstraße 214 ist eines von rund zehn zwischen den Autobahnanschlüssen der A 1 und der A 7, die auf drei Fahrspuren ausgebaut werden sollen. Erklärtes Ziel ist laut Jürgen Callies, durch diese Maßnahme die Verkehrssicherheit und die Verkehrsqualität im Zuge der B 214 deutlich zu verbessern.

Dass Bedarf besteht, belegen laut Callies die regelmäßig durchgeführten Verkehrszählungen: „Die Belastung ist hoch, Probleme bereitet insbesondere der Schwerverkehr.“ Das Lkw-Aufkommen mache knapp 20 Prozent aus, der übliche Wert liege bei rund zehn Prozent. Die Folge seien riskante Überholmanöver, die in den vergangenen Jahren zu schweren Unfällen geführt haben. „Viele Verkehrsteilnehmer ignorieren Beschränkungen und Beschilderungen, also versucht man, die Strecke auf andere Weise sicherer zu machen“, sagt Callies. Der Ausbau einer dritten Fahrspur, die im Wechsel in beiden Fahrtrichtungen als Überholspur genutzt werden kann, habe sich andernorts bewährt.

Planung des Ausbaus der B214 „sehr konkret“

Neben dem oben genannten Teilstück zwischen den Anschlussstellen B6 und K29 ist die Planung des Ausbaus der B214 zwischen Borstel und Berkel „sehr konkret“, die Voruntersuchungen laufen. Parallel dazu sei zu klären, ob die dritte Fahrspur auf der Nord- oder Südseite der vorhandenen Straße ausgebaut werde, erklärt Callies. Zu berücksichtigen sei etwa, dass Privatgrundstücke und landwirtschaftliche Flächen rückwärtig über das vorhandene Straßennetz angeschlossen werden müssen, da die direkten Auffahrten zur B 214 wegfallen. Der Bereich „Weberkuhle“ sei von diesem Problem weniger betroffen, da dieser Streckenabschnitt durch die Landesforst führe.

Jürgen Callies geht davon aus, dass die „2+1“-Lösung auf den Teilabschnitten westlich und östlich von Borstel frühesten 2022 umgesetzt wird. Die Realisierung der Ortsumgehung Borstel liegt in noch fernerer Zukunft. Das Projekt wird im Bundesverkehrswegeplan wegen des vergleichsweise hohen Nutzen-Kosten-Verhältnisses als wirtschaftlich bewertet, mit Blick auf die verfügbaren Investitionsmittel erfolgte jedoch die Einstufung in die Kategorie „Weiterer Bedarf“, Realisierung „nicht vor 2030“. 

mks

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