Rat der Gemeinde Lembruch bewilligt 30 000 Euro / Ja zum Wohnmobil-Platz

„Seestraße“ wird saniert

Lembruch - Der Rat der Gemeinde Lembruch beschloss in seiner jüngsten Sitzung im Hotel „Strandlust“ die Sanierung der nördlichen „Seestraße“ und dafür im laufenden Haushalt 30 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Diesem Beschluss ging eine kontroverse Diskussion unter den Gremiumsmitgliedern voran, nachdem Bauamtsleiter Friedrich-Rudolf Bechtel die Maßnahme vorgestellt hatte. Seinen Ausführungen zufolge haben sich die Klagen von Anliegern gehäuft, dass bei Niederschlägen Wasser in den Fahrspuren der Fahrbahn steht. Dieses spritzt bei Befahren gegen vorhandene Grundstückseinfriedungen. Ursache für die Fahrspurbildung ist offensichtlich ein nicht tragfähiger Untergrund. Für eine dauerhafte Behebung wäre ein Tiefausbau erforderlich. Alternativ kann laut Bechtel eine wesentlich günstigere Unterhaltungsmaßnahme mit Abfräsen der obersten vier Zentimeter der vorhandenen Schwarzdecke sein. Auf diese würde eine neue Asphaltdeckschicht aufgetragen. Mittelfristig sei aber mit einer neuen Fahrspurbildung zu rechnen. Die Herstellungskosten für die Unterhaltungsmaßnahme veranschlagte Bechtel für beide Fahrbahnen auf 65 000 bis 75 000 Euro.

Er habe sich die Kosten bei heimischen Unternehmen nachgefragt, das günstigste liege bei 18 000 Euro. „Das ist doch eine deutliche Differenz zu 30 000 Euro“, meinte Klaus Dittmer. „Und überhaupt, wozu brauchen wir noch Ingenieurleistungen?“, fragte er.

Für die Maßnahme seien Ausschreibungen erforderlich. „Zudem haben wir ein Leistungsverzeichnis. „Es müssen zum Beispiel auch Ausgleichungen an den Zufahrten vorgenommen werden“, entgegnete Bechtel.

„Ist eine Sanierung in dieser Form überhaupt erforderlich?“, wollte Harald Eickhoff wissen. „Ich halte Kosten in Höhe von 30 000 Euro nicht vertretbar bei einer Straße, die sonst noch in Ordnung ist“, fügte erhinzu und brachte das Thema „Spritzen“ ins Spiel.

Ein solches bringe nur mäßigen Erfolg. Die jetzt angepeilte Maßnahme sei dauerhafter und unter dem Strich damit günstiger, meinte dazu Bechtel. „Es gibt sicherlich günstigere Maßnahmen, die sind aber unwirtschaftlich“, erhielt er Unterstützung von Gemeindedirektor Ewald Spreen.

„Mir ist die Sache zu teuer. Wir sollten einfach nur die Löcher beseitigen“, blieb Eickhoff bei seiner Meinung. Er wurde allerdings von den übrigen zehn Ratsmitgliedern überstimmt. Diese ermächtigten die Verwaltung, nach beschränkter Ausschreibung dem günstigsten Bieter den Auftrag zu erteilen sowie die erforderlichen Ingenieurleistungen zu vergeben.

Einstimmig segnete der Rat den Bebauungsplan Nr. SW 9.1 „Wohnmobilplatz Götker-Nord“ ab. Eine öffentliche Auslegung hatte bereits stattgefunden. Es waren keine Bedenken oder Anregungen eingegangen. Auf dem Platz können etwa 60 Wohnmobile untergebracht werden. Das Plangebiet schließt unmittelbar an den Campingplatz „Tiemanns Hof“ an. Es umfasst rund 1,1 Hektar und wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Der Betreiber des Campingplatzes möchte sein Angebot insbesondere um Wohnmobilstellplätze erweitern.

Dem Betreiber des Campingplatzes bleibt weitgehend überlassen, wie er die Fläche aufteilt. Möglich sind Standplätze für Zelte, Caravans oder Motorcaravans. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass es sich um mobile Unterkünfte handelt. Dies ist ausdrücklicher Wunsch der Gemeinde. · hwb

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