RWG Twistringen zieht auf Generalversammlung eine positive Bilanz / Rund 72 Millionen Euro umgesetzt / 1024 Mitglieder

In schwierigem Marktumfeld behauptet

Udo Harms-Martens (Aufsichtsrat); Cord Rudnick (Vorstand) und Hans-Peter Schorling (Geschäftsführer) ehrten Helmut Krutsch; Imke Bösche; Bernhard Ebenthal; Jens Harms (v.l.) - nicht im Bild Rudolf Huntemann.

Bassum - TWISTRINGEN · Die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Twistringen hat im Hotel „Zur Börse“ vor knapp 260 Mitgliedern und Gästen in dieser Woche ihre Generalversammlung abgehalten. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Udo Harms-Martens aus Borwede präsentierten die Verantwortlichen das positiv beendete Geschäftsjahr 2009/2010.

„Wir haben das Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgeglichener gestalten können – und haben es erfolgreich abgeschlossen“, resümierte Hans-Peter Schorling, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der RWG Twistringen. „In einem harten Wettbewerbsumfeld ist es uns gelungen, ein gutes Ergebnis zu erwirtschaften und die Weichen auf weiteres, gesundes Wachstum zu stellen“, so Schorling weiter. Insgesamt setzte die RWG Twistringen im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 72 Millionen Euro um – und konnte dabei den Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent erhöhen. Die Mitgliederzahl betrug im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 1 024 Mitglieder.

„Für den Bereich Düngemittel war das Geschäftsjahr ein schwieriges Jahr, dennoch erfolgreicher als das Vorjahr.

Das Mischfuttergeschäft war bundesweit von rückläufigen Mengen geprägt. Insgesamt gesehen konnte die RWG Twistringen die Mischfutterauslieferungen mit einem Volumen von knapp 90 000 Tonnen verglichen mit dem Vorjahr aber stabil halten. Gleichzeitig unterstrich der Geschäftsführende Vorstand, dass durch richtungweisende Investitionen die Leistungsfähigkeit der regionalen Mischfutterproduktion ausgebaut werden konnte.

„Die Umsatzentwicklung im Bereich Pflanzenschutz war stabil, doch die Margen sind aufgrund des andauernden intensiven Wettbewerbs unter Druck“, erklärte Schorling. Daran werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr sowie im kommenden Frühjahr nicht viel ändern.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Brenn- und Kraftstoffmarkt konnte die RWG Twistringen ihren Kraftstoff-Absatz entgegen dem bundesweiten Trend leicht steigern. Mit ihren Raiffeisen-Märkten in Twistringen, Syke und Bruchhausen-Vilsen behauptete sich die RWG ebenfalls. „Alle drei Märkte haben zuletzt ihren Umsatz erhöht.“

Beim Blick auf die Ernte im Geschäftsjahr 2009/10 holte der Geschäftsführer etwas weiter aus – denn im Vergleich zu schwächeren, witterungsbedingten Ergebnissen in 2010, „lag die Ernte 2009 mit etwa 85 000 Tonnen Getreide und Raps auf einem sehr guten Niveau.“

Auch im Geschäftsfeld Kartoffeln konnten die wert- und mengenmäßigen Umsätze des Vorjahres bestätigt werden. „Die Raps-Erträge im Einzugsbereich der RWG Twistringen haben 2009 deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen, die Ernte fiel deshalb in unserer Region aufgrund der sehr hohen Hektarerträge deutlich höher aus“, so Schorling. Die Mengen konnten um fast 40 Prozent gesteigert werden.

Gleichwohl wird das lokale Geschäft entscheidend durch die Weltmärkte geprägt, wie der Geschäftsführende Vorstand bemerkte: „Neben dem Strukturwandel in der Landwirtschaft, der fortschreitenden Konzentration der Betriebsmittelindustrie und des Lebensmitteleinzelhandels gewinnt die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten zunehmend an Bedeutung. Dies hat sich insbesondere auf dem Getreide- und Ölsaatenmarkt in den vergangenen zwei Jahren widergespiegelt.“

In diesem Zusammenhang verwies Schorling auf die aktuelle Energiedebatte. Das Klima- und Energieproblem sei zu einem globalen Thema geworden, das zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehöre.

Beim Blick auf die aktuellen Getreidemärkte stellte Schorling fest, dass das Preisniveau für alle Getreidearten nach wie vor sehr fest ist. „Wir haben stabile Weizen- und Gerstenpreise – auch unterstützt durch das Exportgeschäft.“

Allerdings: Die Anbauflächen von Gerste seien im Arbeitsgebiet der RWG Twistringen zuletzt deutlich zurückgegangen – um rund 20 Prozent. Weizen liege in etwa auf Vorjahresniveau; Roggen habe sich um etwa 10 Prozent erhöht, die Triticale-Anbaufläche verringerte sich um rund 25 Prozent.

„Das laufende Geschäftsjahr ist ebenfalls eine große Herausforderung, wir sind aber optimistisch, weil wir durch unser Know-how, unsere guten Mitarbeiter und die Investitionen gut aufgestellt sind“, so Schorling abschließend.

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