Vortragsreihe zum 200. Jahrestag

Als der „Schwarze Herzog“ kam

Syke - SYKE (mwa) Mit einer kleinen Vortragsreihe feiern das Kreismuseum und die Syker Gästeführerinnen den 200. Jahrestag, an dem Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Oels mit seiner „Schwarzen Schar“ im Syker Friedeholz Rast auf seiner Flucht vor seinen Verfolgern machte. Die Vorbereitungen dafür sind jetzt  angelaufen.

Das, worum es dabei geht, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Husarenstück: Mit nur gut 2 000 Soldaten  – die Hälfte davon beritten – schlug sich Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Oels im Sommer 1809 auf eigene Faust rund 500 Kilometer durch von  napoleonischen Truppen kontrolliertes Gebiet.

Die wegen ihrer Uniformen so genannte „Schwarze Schar“ war ein Braunschweiger Freikorps, das an der  Seite Österreichs gegen  Napoleon kämpfte. Die Aufgabe: Nachschub- und Verbindungslinien der Franzosen und ihrer Verbündeten zu unterbrechen. Nach einer entscheidenden Niederlage der Österreicher war das Freikorps jedoch von jeglicher Unterstützung abgeschnitten. Der „Schwarze Herzog“ floh vor den Franzosen quer durch Norddeutschland und machte dabei auch in Syke Station. An dieser Stelle steht heute ein Gedenkstein an der B 6. In Syke begann die letzte Phase des Unternehmens: Hier teilte sich die Truppe.

Der kleinere Teil legte für die Verfolger eine falsche Fährte, die sie nach Bremen locken sollte. Der Hauptteil zog jedoch weiter nach Elsfleth, von wo aus am 7. August 1809 die Flucht per Schiff nach England gelang.

200 Jahre später soll eine kleine Veranstaltungsreihe an diese Ereignisse erinnern: Für den 5. August ist ein Vortrag von Stadtarchivar Hermann Greve über die napoleonische Zeit in der Region geplant. Am 7. August beginnt am Gedenkstein eine Gästeführung auf den Spuren der „Schwarzen Schar“ (Wiederholung am 9. August). Am 8. August berichtet Klaus-Dieter Schneider vom Heimatverein Thedinghausen über den Verlauf des „Zugs der Schwarzen Schar“ und deren weiteres Schicksal bis zur Schlacht bei Waterloo 1815. In diesem Zusammenhang stellt Schneider am Denkmal auch die Feier zum 100. Jahrestag von 1909 nach.

Über den genauen Ablauf machen sich die Beteiligten derzeit noch intensiv Gedanken. Die Idee ging von den Gästeführerinnen aus. Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding mussten sie nicht lange zum Mitmachen überreden: „So viele Geschichtsdaten haben wir in Syke ja nicht…“

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