„Zuverlässig und fleißig“

OBS Schwaförden: Raumpflegerin Ilse Bolte tritt Ruhestand an

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Mit Dank, Lob und Präsenten in den Ruhestand verabschiedet wurde Ilse Bolte, hier mit Schulleiter Hans-Jürgen Schumacher (links) und Jörg Fenker vom Landkreis.

Schwaförden – Nein, vom internationalen „Tag der Putzfrau“, laut Schulleiter Hans-Jürgen Schumacher seit 2004 stets am 8. November, hatte Ilse Bolte noch nie gehört. Das galt allerdings für alle Teilnehmer des festlichen Frühstücks am Donnerstag in den Räumen der Oberschule in Schwaförden, in dessen Rahmen die Raumpflegerin in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Dabei verhalte es sich mit diesem Feiertag wie mit dem Muttertag, befand Schumacher: „Eigentlich müsste man ihn jeden Tag feiern.“ Er lobte Ilse Bolte als zuverlässige und fleißige Reinigungskraft, verantwortlich nicht nur für das äußere Erscheinungsbild der Schule, sondern auch für Hygiene und Gesundheit. „Mit ihrer Arbeit tragen sie zum Wohlbefinden von Menschen und zur Werterhaltung von Gebäuden bei.“ Der Arbeit von Reinigungsfachkräften werde oft kaum Wertschätzung gezollt, „obwohl wir alle davon profitieren.“ 

Ilse Bolte kam Anfang 2005, zunächst als Vertretung, an die Schule, war dann für die Reinigung der Sporthalle zuständig, später für die unteren Klassen im Neubau und die Lehrertoiletten. Darüber hinaus sorgte sie dafür, dass die Pflanzen in den Klassenräumen gedeihen. Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein, Gründlichkeit und Fleiß – in diesen Fächern benote Ilse Boltes Chefin, Ulrike Jäschke, die 63-Jährige jeweils mit einer Eins, so Schumacher.

Seit sechs Jahren war der Landkreis Diepholz Ilse Boltes Arbeitgeber. Jetzt gebe es nur noch zwei Reinigungsfachkräfte, die sich in Diensten des Kreises um dessen Gebäude kümmern, stellte Jörg Fenker, stellvertretender Leiter des Fachdienstes Liegenschaften, fest. Die Entscheidung, aus Kostengründen Firmen mit der Raumpflege zu beauftragen, habe eine Kehrseite. „Während sie sich mit Herzblut um ,ihre‘ Schule gekümmert haben, stehen die Kräfte der Firmen unter stärkerem Zeitdruck, können sich nicht so mit den Gebäuden identifizieren.“

„Ich mache meine Arbeit entweder ordentlich oder gar nicht“, nannte Ilse Bolte ihr Credo. Sie sei immer sehr gut mit den Schülern und Lehrern ausgekommen. „Vor einigen Jahren hatten wir in einer Klasse sogar zwei Schüler, die mir geholfen haben – wenn der Bus etwas später kam oder sie eine Freistunde hatten, die waren wirklich lieb.“ Künftig hat sie mehr Zeit, sich mit ihrem Ehemann Johann um den großen Garten zu kümmern – und für gemeinsame Touren mit ihren E-Bikes.  

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