Rat kauft „Hensing-Haus“ in Schmalförden

Wie kann sich die Gemeinde entwickeln?

Ein Blick auf Ehrenburg, eingefangen von Einwohner Robert Fischer mittels einer Drohne.
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Ein Blick auf Ehrenburg, eingefangen von Einwohner Robert Fischer mittels einer Drohne.

Ehrenburg – Es ist eine Frage, die nicht allein die Gemeinde Ehrenburg umtreibt, aber auch diese Kommune mit der reichen Auswahl an unterschiedlichen Ortsteilen macht sich Gedanken: Wie entwickeln wir diese Gemeinde? Der Gemeinderat hat einen Planer gebeten, mal „draufzugucken“.

Aber auch in den Ratsreihen wird kräftig nachgedacht. Das Kernproblem für jede Planung ist: Wo ist eine Entwicklung möglich und wie soll die aussehen? Grundlage, im Wortsinn, ist das Grundstück.

Flächen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Wo böte sich ein Wohngebiet an? Wo eine gewerbliche Ansiedlung? Es gilt Schutzgebiete zu achten, Immissionen nicht zu vergessen – „und wir wollen die Gemeinde nicht zerfleddern“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher namens des Rates.

Das Gremium ist sich einig: „Wir wollen uns weiterentwickeln.“ In allen Ortsteilen. Die Bauleitplanung ist das Mittel, mit dem die Gemeinde sich steuernd einbringen kann, flankiert von der Flächenplanausweisung durch die Samtgemeinde.

Es geht dem Rat darum, Wohnflächen zu erschließen: Nicht unbedingt neues Land dafür zu nutzen, sondern auch, um vorhandene leer gefallene Höfe und Häuser in den Ortszentren einzubeziehen in die Entwicklung.

Ein Beispiel sei in Schmalförden die gelungene Einheit, die das historische ehemalige Kaufhaus Runge neben der Kirche und gegenüber dem Landhaus Kastens darstelle. Wenn die ursprüngliche Nutzung entfällt, kann einem Gebäude, so die Substanz es erlaubt, neues Leben eingehaucht werden.

Und deshalb hat die Gemeinde auch für diesen Bereich einen außergewöhnlichen Beschluss gefasst. Nicht einstimmig, aber mit eindeutiger Mehrheit, berichtet Bürgermeister Schumacher aus dem jüngsten nicht-öffentlichen Zusammentreffen des Rates. Die Gemeinde habe ein Grundstück in der Ortsmitte gekauft, das ehemalige Hensing-Haus. Eben mit dem Ziel, den historischen Ortskern weiter zu gestalten. Wie das Haus genutzt werden könnte, soll noch erarbeitet werden. Es eile nicht: Haus und Grundstück wechseln den Eigentümer erst ab 1. November 2021. In dem Haus sei einst die alte Schule in Schmalförden untergebracht gewesen. Und damit sei es ein besonderer Fall.

Für weitere Konzepte zur Entwicklung in der Gemeinde Ehrenburg wolle man einen Planer hören, der aufzeige, welche Bereiche in den Ortsteilen sich am besten eignen. Dabei wolle man das Wohl aller Bürger im Blick behalten. Ein weiteres Problem, dass die Gemeinde Ehrenburg mit anderen Kommunen teilt: Zunehmend schwieriger werde es, Grundstückseigentümer zu finden, die die für die Planungen bevorzugten Flächen verkaufen wollen. Verhandlungsgeschick ist eine Sache, andere mögen sich von ihrem Grund und Boden nicht trennen, wiederum andere spekulieren um höchsten Bieter.

Von Sylvia Wendt

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