Team der Ehrenburger Ferienspiele: „Es geht nicht, dass wir nichts anbieten“

Weniger Teilnehmer als erwartet

Auf zur Fahrradrallye: Hier einige der jungen Teilnehmer vor dem Start an der Schule in Ehrenburg.
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Auf zur Fahrradrallye: Hier einige der jungen Teilnehmer vor dem Start an der Schule in Ehrenburg.

Ehrenburg – Wie lange hat es denn gedauert, bis die Planungen – ausgerichtet nach allen aktuellen Auflagen – beendet waren? „Och, das ging dann schnell. Aber wir haben lange gezögert, bis wir uns überhaupt entschlossen, Termine für die Ehrenburger Ferienspiele anzubieten“, erklärt Marco Löhmann namens des Planungsteams. Seit 1990 organisiert ein „harter Kern“, zusammen mit weiteren freiwilligen Helfern, jährlich die Ferienspiele. „Bisher immer mit 20 bis 25 Aktionen“, sagt Löhmann. In diesem Jahr eben nur zwölf.

Eines der Hauptargumente dafür, trotz der Pandemie Angebote zu schaffen, erklärt Mit-Initiatorin Daniela Renzelmann: „Wir dachten, wir müssen was anbieten, weil die Kinder so lange zuhause bleiben mussten.“ Anfangs hätten sich die behördlichen Vorgaben ständig geändert. Die Ferienspiele wurden penibel auf Abstandseinhaltung, Teilnehmerbeschränkung, Namensauflistung und Desinfektionsauflagen geeicht – zusätzlich zum Spaßfaktor. „Es geht nicht, dass wir gar nichts anbieten“, ergänzt Marco Löhmann.

Allen Aktionen gemein ist, dass sie im Freien stattfinden. Diesmal nicht dabei als Gastgeber sind die Vereine. Daher muss etwa die traditionelle Kino-Nacht entfallen, bei der sonst die gut 40 Kids Schlafsack an Schlafsack in der Schützenhalle übernachten.

Das Orga-Team um die Familien Löhmann (Stocksdorf), Böning (Wesenstedt), Renzelmann (Scholen), Moll (Wesenstedt), Kappe (Ehrenburg) und Wesemann (Blockwinkel) hat Ideen zusammengeworfen und einen Plan erstellt. Erstmals mit eigener Idee im Boot, statt nur Teilnehmerin: Lena Löhmann, 17 Jahre jung. Die Ferienspiele sind traditioneller Teil der Löhmannschen Sommerplanung und Lena Löhmann hat sich für eine Fahrradrallye entschieden: „Ich habe tatkräftige Unterstützung erhalten bei der Planung. Organisiert sind kleine Spiele an sechs Stationen, etwa Basketball-Korbwürfe.“ Als Helfer am Tag der Rallye an ihrer Seite: Alle Mitglieder aus den „Orga-Familien“, die an diesem Nachmittag nicht arbeiten müssen. Lena Löhmann hat eine gut sieben Kilometer lange Route ausgearbeitet. Fotos markanter Stellen dienen als Hinweis auf die Standorte der Stationen, es gibt auch Karten mit dem Streckenverlauf. Die Kids im Alter zwischen acht und 15 Jahren sind in kleinen Gruppen unterwegs. Die jüngsten werden von einem Erwachsenen begleitet. Sie bekommen einen Aufgabenzettel, gespickt mit fröhlichen Wissensfragen, dazu eine Scherz- und eine Schätzfrage. Und dann noch eine Zusatzaufgabe, die leicht verschwitzt werden könnte: Bei jeder Station gilt es, einen Teil einer Matheaufgabe mitzunehmen, die am Ende der Rallye gelöst werden muss. Der Haken: Den Zettel mitzunehmen, daran müssen die Kids selber denken, das wird ihnen nur am Start gesagt – die Helfer an den Stationen werden sie nicht daran erinnern, heißt es in der Teambesprechung, bevor die ersten Radler auf die Strecke geschickt werden.

Ausgestattet sind die Teams zudem mit Notfalltelefonnummern, an den Stationen können sie Getränke bekommen. Und an einer gibt es Eis. Eine Rallye ist in den vorherigen 30 Jahren traditionell Bestandteil der Zelttage am Hartensbergsee bei Goldenstedt gewesen. Nun also mal anders, aber mit gleicher Preisvergabe: Chips für alle.

Erstaunt aber sind die Organisatoren: Ende Juli wurde das Programm der Ferienspiele bekannt gegeben, die Planungen zielten darauf, möglichst vielen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Jedoch: Die Nachfrage hielt sich Grenzen, bei allen Angeboten. Ein Novum.

Beispiel „Fußball mal anders“: „Das hatte ich eigentlich für 25 Teilnehmer geplant, aber tatsächlich haben sich nur zwölf angemeldet“, berichtet Marco Löhmann. Die Eltern seien zurückhaltend, manche ängstlich.

Es sind also noch Plätze frei für die noch ausstehenden Veranstaltungen: Am Mittwoch, 19. August, heißt es „Tipps und Infos rund um den Hund“ in der Hundeschule Hundeharmonie in Weseloh (Anmeldung bei Britta Löhmann, Tel. 0 42 43 /60 20 04), für Donnerstag, 20. August, wird zu „Spiel, Spaß und Ponys“ ins Pferdezentrum Meeresberg nach Heideloh eingeladen (Anmeldungen bei Katrin Eschenhorst, Tel. 0 42 75 / 96 38 88) und zum Abschluss ist für Freitag, 21. August, 21 Uhr, das Outdoor-Kino bei Familie Löhmann in Stocksdorf geplant (Anmeldung: Tel. 0 42 43 / 60 20 04; entfällt bei Regen).

Und die Sieger der Rallye? „Das ist egal, es ging um den Spaß dabei.“

Mitglieder des Organisationsteams der Ehrenburger Ferienspiele vor der Fahrradrallye.

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