Firma UKA Nord Projektentwicklung will in Ehrenburg-Heideloh Flächen akquirieren

Weitere Windkraftanlagen?

+
Das Unternehmen „UKA Nord“ möchte weitere Windkraftanlagen im Ehrenburger Ortsteil Heideloh realisieren.

Ehrenburg - 85 Windkraftanlagen stehen bereits in der Samtgemeinde Schwaförden, bekanntlich mehrheitlich nicht in den im Flächennutzungsplan vorgesehenen Vorranggebieten. Erneut beabsichtigt jetzt eine Firma, in der Mitgliedsgemeinde Ehrenburg, weitere zu errichten.

Mitarbeiter der UKA Nord Projektentwicklung mit Hauptsitz in Rostock bemühen sich dem Vernehmen nach bereits seit einigen Monaten, Flächen im Bereich des Ortsteils Heideloh von deren Eigentümern zu akquirieren, um hier zwischen drei und vier Anlagen zu realisieren.

Jürgen Grobbin aus Syke bestätigte auf Anfrage der Redaktion, im Auftrag von UKA Nord die Gespräche mit den Grundstückseigentümern zu führen, verwies für nähere Angaben auf die Niederlassung der Firma in Hannover. Dort hieß es, dass die Pressestelle des Unternehmens in Meißen Auskünfte geben könne – die kündigte eine Pressemitteilung an, die der Redaktion bislang noch nicht vorliegt.

Wilhelm Meyer, Mitglied des Ehrenburger Gemeinderates und einer der Flächeneigentümer, hatte bereits in der Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2016 berichtet, dass die UKA Nord beabsichtigt, drei bis vier weitere Windkraftanlagen im Bereich des durch die Samtgemeinde ausgewiesenen Sondergebietes in Heideloh zu errichten. In den Gesprächen, die er mit Jürgen Grobbin führte, sei davon die Rede gewesen, dass – falls tatsächlich vier Anlagen genehmigt würden – eine davon als „Bürgerwindanlage“ realisiert werden könnte, „sodass sich die Einwohner daran beteiligen und von den Einnahmen etwas abbekommen könnten. Das würde die Akzeptanz für das Projekt in der Bevölkerung sicherlich erhöhen. Denn wer davon profitiert, hat wahrscheinlich nichts dagegen.“ Er selbst sehe sich da durchaus in einer Zwickmühle, habe, im Gegensatz zu einigen der anderen Grundstückseigentümer, noch keine Vereinbarung unterschrieben. „Es stehen sehr viele, eigentlich zu viele Windkraftanlagen in der Samtgemeinde. Und der Bau weiterer wäre für Immobilien in der Nähe mit einer Wertminderung verbunden. Es müssten viele Bürger ins Boot geholt werden.“ Dass die Samtgemeinde weiteren Windkraftplanungen ablehnend gegenübersteht, ist der UKA Nord laut Wilhelm Meyer klar. „Falls es nicht zu einer Flächennutzungsplanänderung kommt, will man den Klageweg beschreiten – und geht von guten Erfolgsaussichten aus.“

Ehrenburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher teilte auf Anfrage mit, dass er vor einiger Zeit seitens der Firma um ein Gespräch gebeten wurde: „Ich habe das abgelehnt und empfohlen, sich an die Samtgemeinde zu wenden, die schließlich für die Flächennutzungsplanung zuständig ist.“ Das ist bislang nicht geschehen, stellt am Mittwoch Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker fest. Alles, was er über das Projekt wisse, stamme vom Hörensagen. „Der Standpunkt der Samtgemeinde ist ganz klar, dass wir den Flächennutzungsplan für Windkraftanlagen nicht nochmal anfassen“, unterstreicht Denker. „Ich bin schon verwundert, eigentlich sehr verärgert, dass wieder Aktivitäten am Planungsträger vorbei laufen und versucht wird, Unterschriften zu sammeln, um uns unter Druck zu setzen.“ Einen Antrag der Firma Trave Erneuerbare Energien auf eine Änderung des Flächennutzungsplanes, um den Bau von Windkraftanlagen im Ehrenburger Ortsteil Wesenstedt (Lohdewiesen/Brahmsheide) zu ermöglichen, hatte der Samtgemeinderat im Jahr 2015 abgelehnt. Rechtliche Schritte seitens der Firma gegen die Entscheidung gab es im Anschluss nicht, berichtet Helmut Denker: „Ich gehe davon aus, dass sich das erledigt hat.“ ab

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Coronavirus erreicht Europa: Zwei Fälle in Frankreich

Coronavirus erreicht Europa: Zwei Fälle in Frankreich

26-Jähriger soll sechs Verwandte erschossen haben

26-Jähriger soll sechs Verwandte erschossen haben

Merkel: Deutschland will Türkei in Flüchtlingspolitik helfen

Merkel: Deutschland will Türkei in Flüchtlingspolitik helfen

Federers Zittersieg - Keine "Sunday-Night-Party" für Görges

Federers Zittersieg - Keine "Sunday-Night-Party" für Görges

Meistgelesene Artikel

Autohändler gibt mit Bugatti Chiron Gas – Polizei schreitet ein

Autohändler gibt mit Bugatti Chiron Gas – Polizei schreitet ein

DSDS-Kandidatin flasht Dieter Bohlen - der zieht Vergleich mit DSDS-Sieger

DSDS-Kandidatin flasht Dieter Bohlen - der zieht Vergleich mit DSDS-Sieger

Heftiger Unfall: Auto prallt gegen Garage und landet kopfüber im Graben

Heftiger Unfall: Auto prallt gegen Garage und landet kopfüber im Graben

Parkplatzsuche bei IKEA außer Kontrolle: Autofahrer tritt Konkurrenten

Parkplatzsuche bei IKEA außer Kontrolle: Autofahrer tritt Konkurrenten

Kommentare