Von wegen „Wumtata“ 

Twistringer Blasorchester zu Gast in der Kirche zu Schmalförden

Das Twistringer Blasorchester gastierte in der Kirche zu Schmalförden. - Foto: Kurth-Schumacher

Sschmalförden - Beatles, Michael Jackson, Whitney Houston – ungewohnte Klänge im Ambiente der Kirche St. Nicolai, die dem Konzert des Twistringer Blasorchesters trotz dieses vermeintlichen Stilbruchs einen passenden und stimmungsvollen Rahmen gab.

KulturGut Ehrenburg hatte das Blasorchester auf vielfachen Wunsch aus der Gemeinde eingeladen. Das Konzertpublikum zeigte sich am Ende des Abends vollends beeindruckt von dem Repertoire und der emotionalen Bandbreite des Orchesterklangs. Ob böhmische Polkas, klassische Märsche, Werke von Barockkomponisten, Musical-Melodien oder Pop- und Rocksongs im „Bläser-Kostüm“: Die Begeisterung der Akteure und ihres Dirigenten Oscar Alemany López für die Musik sprang auf das Publikum über.

„Wumtata – so wird unsere Musik landläufig definiert“, kündigte Frank Maruschewski das Stück „Wir Musikanten“ (Kurt Gäble) an. Dass sich das Repertoire des Orchesters nicht nur auf die klassische Literatur beschränkt, bewiesen die Akteure beispielsweise mit dem Medley „Brillant Beatles“. Brillant interpretierten die Bläser bekannte Songs der britischen Rockband als Ballade, Marsch, als Dixie Swing oder im Funk-Stil mit Samba-Zwischenspiel.

Die Ausbildung des Nachwuchses sei ein zentrales Thema, unterstrich Frank Maruschewski, Vorsitzender des „Twistringer Blasorchesters e.V.“.

Er führte souverän durch das Programm und gab interessante Hintergrundinformationen zu den Komponisten und ihren Werken sowie zu der Vereinsarbeit. Der aktiven Mitwirkung im „großen“ Orchester gehe eine zwei- bis dreijährige Ausbildung in einer der drei Instrumentalsparten (Blasinstrumente, Schlagzeug, Klarinetten / Flöten) sowie das Musizieren im Kinder- und Jugendorchester voraus.

Für das Konzert in Schmalförden hatte Oscar Alemany López, in dessen Verantwortung die musikalische Auswahl der Stücke liegt, unter anderem zwei Werke von Johann Sebastian Bach ins Programm genommen: Den vierten Satz aus der Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (Arrangement: Philip Sparke) und das „Arioso“ in einer Bearbeitung für Orchester von Jacob de Haan.

Mit dem Stück „Amboss-Polka“ und dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“, die ihnen die 80 Zuhörer als Zugabe abrangen, entließen die Akteure das Publikum in den Abend.

„Wir hatten anfangs befürchtet, dass wir die Kirchenmauern zum Einsturz bringen, aber auch wir waren von dem Klang und der Atmosphäre sehr positiv überrascht“, betonte Frank Maruschewski.

Der Auftritt in der Kirche zu Schmalförden sei für das Orchester, das üblicherweise auf Schützenfesten, in Konzertsälen spielt und allenfalls kurze Einlagen im Rahmen von Gottesdiensten gibt, eine Premiere, die zu einer weiteren ermutige.

Frank Maruschewski: „Unser traditionelles Weihnachtskonzert am 4. Advent wird erstmals in der Kirche St. Anna (Twistringen) stattfinden.“ - mks

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