Arbeitskreis Mittendrin in Ehrenburg:

Heidi Berthold und Rainer Koch informieren über „Dorfmoderation“

Heidi Berthold, Rainer Koch.
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Heidi Berthold, Rainer Koch.

Ehrenburg - Dorfmoderatoren geben Impulse für die Dorfentwicklung, halten Prozesse lebendig, koordinieren Projektgruppen, gestalten Dialogprozesse und kommunizieren diese öffentlichkeitswirksam – „sperrige“ Beschreibung einer vielversprechenden Idee.

Auf Einladung des Arbeitskreises „Mittendrin“ vermittelten zwei Referenten einen lebendigen Eindruck von Ziel und Sinn der „Dorfmoderation“. Heidi Berthold, Geschäftsführerin der Freiwilligenakademie Niedersachsen, stellte die Fortbildung vor, die aus zwei dreitägigen Qualifizierungsmodulen besteht. Der Lehrgang „Engagementlotsen“ vermittelt Basiswissen, der zweite Kurs spezifische Methoden und Techniken für angehende „Dorfmoderatoren“.

Beide sind als Bildungsurlaub anerkannt, finanziert werden sie durch Landes- beziehungsweise EU-Mittel. Austauschtreffen und vertiefende Workshops sind für die Teilnehmer ebenfalls kostenfrei.

Rainer Koch gehört zu den ersten, die die Ausbildung als Dorfmoderator absolviert haben: Sievershausen am Solling gehörte zu den 16 „Musterdörfern“, in denen das Projekt 2017 startete. Koch, einer von vier Dorfmoderatoren in seinem Wohnort, zeichnete den Weg von der Konzeptentwicklung über die Abfrage „Was braucht unser Dorf“ bis zur Arbeit in den Projekten.

Inzwischen konnte das Team Arbeitsgruppen zu den Themen Mitfahrbank, Streuobstwiese, Dorfplatzgestaltung, Blumenwiesen, Barrierefreiheit und medizinische Versorgung anstoßen, erste Ergebnisse liegen vor.

Interesse war unter den 42 Anwesenden gegeben.

Bewährt habe sich die Arbeit im Team, ebenso die Herangehensweise, sich zunächst kleine und machbare Ziele zu stecken.

„Dorfmoderation muss man wollen; man muss für sein Dorf und seine Weiterentwicklung brennen“, unterstrich Koch. Die erste Herausforderung sei, seine Rolle zu finden: „Wir organisieren Basis und Bühne, wir halten Prozesse in Gang. Man muss als Dorfmoderator die Karre nicht selbst schieben, sondern zeigen, wohin und durch wen.“ Erster Schritt sei die Formulierung von Stärken und Schwächen und die Überlegung: „Wohin soll die Reise gehen?“

„In Ehrenburg ist einiges vorhanden, wir fangen nicht bei Null an“, so der Tenor der Interessierten aus den Reihen der Vereine und Institutionen. Koch unterstrich den Aspekt, dass die Dorfmoderation nicht in Konkurrenz zur Politik stehen darf: „Es geht darum, Ideen aus der Bürgerschaft zu verwirklichen – im Gleichschritt mit dem Gemeinderat.“

Bedenken bezüglich der personellen Ressourcen und der Finanzierung der Projekte hielt er für unbegründet: „Angst ist ein falscher Ratgeber. Wenn die Ziele klar sind und die Initiatoren motiviert, findet sich ein Weg.“

Auch Heidi Berthold machte Mut, sich auf das Projekt Dorfmoderation einzulassen: „Zwar wird es immer Kritiker geben, die sagen ‚Das geht sowieso nicht‘, erfahrungsgemäß springen viele Leute auf den Zug auf, die genau auf so eine Chance gewartet haben.“

Interesse war unter den 42 Anwesenden grundsätzlich gegeben. Wer sich konkret für die Ausbildung interessiert, sollte sich mit Bernd Kramer (Tel. 01 70 / 47 42 943) in Verbindung setzen. 

mks

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