Familienfest im Waldpädagogikzentrum

Kita „Ratz & Rübe“ lässt Wald mit allen Sinnen erleben

+
Erlebnistag: Eltern ließen sich mit verbundenen Augen von ihren Kindern durch den Wald führen.

Hahnhorst - „Besser hätte es nicht laufen können“, sagte Christine Bobring, Leiterin der Kindertagesstätte „Ratz & Rübe“, im Rückblick auf den Familientag im Waldpädagogikzentrum Hahnhorst (WPZ) – eine Einschätzung, die sie mit den rund 150 Teilnehmern teilte: „Positive Resonanz gab es von allen Seiten.“

Der Kindergarten unterhalte eine Kooperation mit dem WPZ, eine Veranstaltung in diesem Rahmen habe es jedoch bisher noch nicht gegeben, erklärte Christine Bobring. Das Programm für den Erlebnistag hatten die Waldpädagoginnen Silke Meyer, Anke Tubbesing und Jessica Roßberg-Schramm ausgearbeitet. Für die Kinder geriet das Konzept – Angebote, die die Bewegungsförderung, das Erleben der Natur und die Schulung der Wahrnehmung mit einander verbinden – zur Nebensache: Sie hatten einfach Spaß.

14 Pädagogen haben individuelle Angebote vorbereitet

Nach der „Wildschweinjagd“ zum Auftakt teilten sich die Familien in Gruppen auf, um die acht Waldstationen im Rotationsverfahren zu durchlaufen. Erleben mit allen Sinnen war Programm. Eltern ließen sich mit verbundenen Augen von ihren Kindern durch den Wald führen, gingen mit Moos, Baumrinde und Waldboden auf Tuchfühlung oder bewältigten mit vereinten Kräften das Sägen von Holzscheiben. Die Aufgabe, anhand der Jahresringe das Alter zu bestimmen, meisterten selbst einige der Jüngsten. „Vor allem die Kinder der Waldgruppe sind in dieser Beziehung fit“, stellte Erzieherin Anna-Lena Gräb fest. Viele Familien nutzten die Gelegenheit, die Baumscheiben im Anschluss mit einem Brandmalgerät zu verzieren.

Weitere Aufgaben waren das Bestimmen von Pflanzen und Bäumen anhand von Blättern und schriftlichen Hinweisen. Besonderen Spaß hatten die Kinder daran, ihre selbstgebastelten Fernrohre auszuprobieren: Am Waldrand gab es lebensechte Präparate von Dachs, Fuchs, Eichelhäher und Rehkitz zu entdecken.

Mit vereinten Kräften Holzscheiben sägen und dann anhand der Jahresringe das Alter bestimmen.

Das Mittags-Fingerfood-Büfett hatten die Eltern in bewährter Weise selbst bestückt. Eine willkommene Ergänzung dazu waren Handbrote aus dem Lehmbackofen, die die Besucher individuell belegen durften. Mit den Erzieherinnen Tanja Breitmeier und Helena Bach aus der Waldgruppe „Räuberhöhle“ und ihren Praktikantinnen war diese Station mit „Profis“ besetzt: Die Erzieherinnen brachten Erfahrungen mit dem Backen in selbstgebauten Lehmöfen mit.

14 zertifizierte Waldpädagoginnen und -pädagogen halten im WPZ Hahnhorst individuelle Angebote für Kindergärten, Schulen und private Gruppen vor. Die Veranstaltung am Samstag begleiteten sie aufgrund der hohen Teilnehmerzahl zu dritt. Anke Tubbesing: „Es ist eine wertvolle Erfahrung, wenn Eltern mit ihren Kindern zusammen die Natur erleben – auch für uns.“

mks

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Intensives Training am Donnerstag

Intensives Training am Donnerstag

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Meistgelesene Artikel

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Sperrung könnte auch länger dauern“

Intercity beschossen? Zug stoppt im Bahnhof Diepholz

Intercity beschossen? Zug stoppt im Bahnhof Diepholz

Ersatzhaltestelle wird aufgehoben

Ersatzhaltestelle wird aufgehoben

Wenn das Leben zum quälenden Rätsel wird

Wenn das Leben zum quälenden Rätsel wird

Kommentare