Gemeindebrandmeister Wilfried Müller scheidet aus

Wachwechsel bei der Feuerwehr

Seit 1999 ist Wilfried Müller „Chef“ der Freiwilligen Feuerwehr in der Samtgemeinde Schwaförden. Am Mittwoch löst ihn, vorbehaltlich der Zustimmung des Samtgemeinderates, Gerd Scharrelmann als Gemeindebrandmeister ab. - Foto: Behling

Schwaförden - Bereits seit 1999 steht der Scholener Wilfried Müller als Gemeindebrandmeister an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr in der Samtgemeinde Schwaförden. Am Mittwoch, wenn der Samtgemeinderat die bestätigenden Beschlüsse fällt, löst ihn auch offiziell sein designierter Nachfolger und bisheriger Stellvertreter Gerd Scharrelmann ab, den die Ortsbrandmeister der elf Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde und deren Stellvertreter gewählt haben.

Zwar ist Müllers Alter, aber nicht etwa „Amtsmüdigkeit“ der Grund, nach 16 Jahren den „Chefsessel“ zu räumen: „Ich werde im Oktober 62 – und als ich zum Gemeindebrandmeister gewählt wurde, war das im Regierungsbezirk Hannover die Altersgrenze für das Amt und für den aktiven Dienst in der Feuerwehr“, erläutert Müller. Die liegt mittlerweile bei 63 – was in der Praxis aber lediglich auf ein halbes Jahr mehr hinausgelaufen wäre.

Der Landmaschinenmechaniker stammt aus dem Neuenkirchener Ortsteil Göddern. Zunächst hatte er lediglich seine Arbeitsstelle in Scholen, in der Landmaschinenwerkstatt Sudmann. „Dann habe ich meine spätere Ehefrau in Scholen kennengelernt und bin dort ,hängen geblieben‘ “, stellt Wilfried Müller schmunzelnd fest. „Die Ortsfeuerwehr hat Mitglieder gesucht, und weil ich deren Arbeit – vor allem den Aspekt der Technik und der Fahrzeuge – interessant fand, bin ich 1977 dort eingetreten.“ Neben technischen absolvierte Müller im Laufe der Jahre auch Führungslehrgänge. 1987 wurde er zum Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Scholen gewählt, 1998 dann zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister. „Eigentlich für sechs Jahre. Doch 1999 wurde Wilfried Borgstedt Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr – ich wurde als sein Nachfolger gewählt, musste daher das Amt des Ortsbrandmeisters in Scholen aufgeben.“

Die Anforderungen an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr seien in den zurückliegenden 16 Jahren gestiegen, „die Ausbildung ist zum Teil umfangreicher geworden, vor allem in den technischen Lehrgängen.“ Da gelte es, die Kameraden zu motivieren, ihre Freizeit zu investieren. „Allerdings haben wir damit in der Samtgemeinde kein Problem“, stellt Müller fest. „Für die freiwillige ,Heißausbildung‘ für Atemschutzgeräteträger im Oktober zum Beispiel ist die Nachfrage so groß, dass wir gar nicht alle Interessenten an den vier Tagen berücksichtigen können.“ Und es gebe in der Samtgemeinde auch kein Problem, „Nachwuchs“ zu gewinnen: „Unsere drei Jugendfeuerwehren kommen uns da sehr zugute“, betont Müller. „Rund zwei Drittel der Jugendlichen treten, wenn sie mit 18 die Jugendfeuerwehr verlassen, in die Ortsfeuerwehren ein.“ Die seien in seiner Amtszeit seitens der Samtgemeinde mit zehn neuen Fahrzeugen ausgestattet worden, „lediglich drei Wehren haben noch kein neues Einsatzfahrzeug bekommen.“ Er übergibt seinem Nachfolger als ein gut bestelltes Feld? „Im Moment können wir nicht klagen.“

Der Feuerwehr will Wilfried Müller verbunden bleiben – nicht nur in der Ortsfeuerwehr Scholen (demnächst in der Altersabteilung): Seit einigen Jahren ist er auf Kreisebene mitverantwortlich für die Organisation der Feuerwehrwettbewerbe, „zusammen mit Gerd Schröder und Heiner Weber. Das passt mit uns dreien, macht Spaß und ich möchte erstmal damit weitermachen.“ Als eines seiner schönsten Erlebnisse in der Feuerwehr nennt Müller die Teilnahme mit seiner Scholener Wettkampfgruppe in den 90-er Jahren beim Landesentscheid in Braunschweig. 

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