Rat votiert für Komplettlösung

Gemeinde Scholen will Straßenlampen auf LED umstellen

Scholen - Wie in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Schwaförden schlug die Verwaltung auch dem Scholener Rat vor, die gesamte öffentliche Straßenbeleuchtung in der Gemeinde auf LED umzustellen.

Bereits im Zuge der Ausschreibung der Unterhaltung der Straßenlaternen – dafür ist seit Anfang des Jahres die Firma SAG GmbH Region Nord Vertragspartner in allen Kommunen des Sulinger Landes – wurde deutlich, dass die Gemeinde über 49 Laternen mit Quecksilberhochdrucklampen (HME) verfügt, „die seit 2015 in der EU verboten sind und auch nicht mehr verbaut/eingesetzt werden dürfen. Es ist allenfalls noch ein Betrieb mit diesem Leuchtmittel erlaubt“, heißt es im Sachverhalt der Beschlussvorlage. 

Umrüstung würde eine Energieeinsparung von 80 Prozent bedeuten

Durch die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel ergebe sich „eine Energieeinsparung von mehr als 80 Prozent“, erläuterte Gemeindedirektor Helmut Denker bei der Ratssitzung am Dienstagabend in der Gaststätte „Dorfkrug“ in Anstedt. 

Die Firma SAG hat ein Angebot für die Umrüstung vorgelegt, bei dem rund 13.500 Euro an Kosten bei der Gemeinde verbleiben – wenn diese einen Zuschuss seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bewilligt bekommt (25 Prozent der Investitionskosten, wenn eine CO2-Einsparung von 80 Prozent erzielt wird). Laut Angaben der SAG würde sich der Stromverbrauch der 49 HME-Lampen bei 4000   Betriebsstunden im Jahr (also bei durchgängiger Beleuchtung, wie sie beim Einsatz von LED-Lampen vorgesehen ist) auf 31.920 Kilowattstunden belaufen, mit den neuen Leuchten wären es 3986 Kilowattstunden. 

Bislang sind die Straßenlaternen circa 1500 Stunden im Jahr eingeschaltet, der Energieverbrauch der HME-Lampen liegt bei 11.531 Kilowattstunden.  „Die LED-Lampen werden lediglich gedimmt, da das Ein- und Ausschalten ihrer Lebensdauer nicht zuträglich ist“, erklärte der Gemeindedirektor.

Entscheidung notwendig: Fördergelder müssen bis zum 30. September beantragt werden

Blieben noch 30 Laternen mit Natriumdampflampen (NAV) in der Gemeinde übrig, die in zwei Jahren nicht mehr in der EU verkauft werden dürfen. Für deren Umrüstung hatte die SAG keine schriftlichen Berechnungen vorgelegt, „es kämen für die Gemeinde noch einmal rund 7900 Euro an Kosten dazu“, teilte Helmut Denker mit. Er sprach sich für den Komplettaustausch aus, „billiger kriegen wir es nicht wieder. Noch bis zum 30. September haben wir die Möglichkeit, die Fördergelder zu beantragen.“ In anderen Kommunen, zum Beispiel in Sulingen, ist die Umrüstung bereits erfolgt, „wir haben noch abgewartet“, ergänzte stellvertretender Gemeindedirektor Achim Hollmann. „Vor zwei Jahren waren LED-Lampen noch wesentlich teurer.“

Die Ratsmitglieder beschlossen einstimmig, die Fördermittel zu beantragen und nach Erhalt eines positiven Förderbescheids alle Straßenlampen (HME und NAV) im kommenden Jahr auf LED umzurüsten.

ab

Rubriklistenbild: © dpa

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