Verdienstkreuz würdigt Heinrich Meyers Wirken in Politik und Heimatforschung

Zukunft und Historie im Blick

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Heinrich Meyer erhielt das Verdienstkreuz aus den Händen von Landrat Cord Bockhop.

Sudwalde - Einen passenderen Ort, um mit Wegbegleitern, Unterstützern und Familienmitgliedern zu feiern, hätte Heinrich Meyer kaum wählen können: Im Sudwalder Heuerlingshaus heftete ihm Landrat Cord Bockhop am Dienstagabend das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ans Revers. Als Kommunalpolitiker war Meyer daran beteiligt, das historische Gebäude für die Einwohner nutzbar zu machen. Und hier lagert das Archiv, das der passionierte Heimatforscher zusammengetragen hat. „Zumindest ein kleiner Teil“, schränkte Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker schmunzelnd ein.

Mit persönlichen Dankesworten an die Gäste und Anekdoten verband Heinrich Meyer die launige Begrüßung. So habe er Wilfried Meyer vom Kreisheimatbund kennengelernt, als dieser im Mitteilungsblatt etwas über die Mühlen im Landkreis veröffentlichte: „Da musste ich hinschreiben und ihm das berichtigen. Seitdem verstehen wir uns sehr gut.“

Lediglich fünf Personen im Kreisgebiet – bei über 210000 Einwohnern – erhalten durchschnittlich im Jahr das Bundesverdienstkreuz, verdeutlichte Cord Bockhop den hohen Stellenwert der Auszeichnung. Heinrich Meyer habe sich fast 40 Jahre in der Kommunalpolitik zum Wohle der Allgemeinheit engagiert. Der heute 73-jährige Landwirt gehörte von 1974 bis 2006 dem Gemeinderat Sudwalde an, seit 1981 als Zweiter, seit 1986 als Erster stellvertretender Bürgermeister. Von 1986 bis 2011 war er Mitglied des Rates der Samtgemeinde Schwaförden – seit 1991 als Beigeordneter im Samtgemeindeausschuss und Vorsitzender der CDU-Fraktion – und wirkte für die Samtgemeinde in den Gremien der Wasserversorgung Sulinger Land mit. „Seine ausgleichende, kompromissbereite und kompromisssuchende Arbeit hat zum Gelingen vieler Projekte in der Samtgemeinde und der Gemeinde beigetragen“, erklärte Bockhop.

Und auch im Vereinsleben: Heinrich Meyer war viele Jahre Vorsitzender des Schützenvereins Bensen-Eitzen und der Jagdgenossenschaft Bensen, zählte 1965 zu den Mitbegründern der Landjugend Sudwalde-Menninghausen – die ist mittlerweile Geschichte, im Gegensatz zum Heimatverein Sudwalde, den Meyer 1999 mit aus der Taufe hob und in dessen Vorstand er als Archivar im Einsatz ist. Mit seinen Nachforschungen, Aufsätzen und Chroniken habe sich Heinrich Meyer um das Archivwesen in der Samtgemeinde verdient gemacht, so der Landrat, „Beiträge, die unverzichtbar sind, auf denen andere aufbauen und aus denen sie zitieren.“

„Du hast in den Gremien der Samtgemeinde dazu beigetragen, dass wir sachlich und vernünftig diskutiert haben und eine ganze Menge für die Kommunalpolitik getan – für die Bürgerinnen und Bürger“, dankte Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker. Bernd Stubbemann, Vorsitzender des Heimatvereins Sudwalde, erinnerte unter anderem an die Vortragsveranstaltungen und Besuche in Schulen, mit denen Heinrich Meyer die Geschichte der Heimat vermittelt: „Dein Wissen ist beispielhaft.“ Das unterstrich auch Sudwaldes Bürgermeister Rainer Klusmann, nannte ebenso Akribie, Bescheidenheit und Standfestigkeit als Eigenschaften. „Was du anpackst, das machst du ganz“, formulierte es Wilfried Meyer. Und Bernd Fredrich, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbands Schwaförden, bezeichnete Heinrich Meyer als Vorbild für junge Menschen. Hier bremste der Geehrte lächelnd, „das ist mir zu hoch gegriffen. Aber mit dem Kreuz kann ich mich schon anfreunden...“

ab

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