Verabschiedung aus dem Rat Schwaförden

„...und wir sind nicht vor die Wand gelaufen“

Verabschiedung in Schwaförden mit, von links, Gemeindedirektor Helmut Denker, Peter Braunert, Wilfried Schlichte, Heinrich Beneke und Bürgermeister Gerd Göbberd.
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Verabschiedung in Schwaförden mit, von links, Gemeindedirektor Helmut Denker, Peter Braunert, Wilfried Schlichte, Heinrich Beneke und Bürgermeister Gerd Göbberd.

Schwaförden – Eigentlich hätten es sechs Ratsmitglieder sein sollen, die bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates Schwaförden verabschiedet werden. Doch Silke Beste und Bastian Bokelmann (Ratsmitglieder von 2016 bis 2021) sowie Mario Gromm (Ratsmitglied von 2001 bis 2021) fehlten am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus.

Gerd Göbberd, gerade einstimmig zum neuen Bürgermeister der Gemeinde gewählt, dankte Henrich Beneke, der sich in vier Wahlperioden für die Gemeinde engagiert hat: Verlässlich, aufrichtig – und mit einer exakten Ortskenntnis um jeden Straßennamen, auch im Außenbereich, habe Beneke sich eingebracht. Zudem war er in den 20 Jahren seiner Ratszugehörigkeit 2. stellvertretender Bürgermeister.

Peter Braunert kann diese Zugehörigkeit noch toppen, gehörte dem Gemeinderat 25 Jahre an. Der Fraktionsvorsitzende der CDU sei immer sehr gut vorbereitet gewesen, in seiner Meinung sehr gefestigt – aber immer offen für Neues und einen Blick über den Tellerrand hinaus gewesen.

Mit dem Rückzug von Wilfried Schlichte geht ein 35 Jahre währendes kommunalpolitisches Wirken zu Ende, die letzten 20 Jahre davon als Bürgermeister der Gemeinde. Über drei Jahrzehnte für das Wohl der Gemeinde habe sich Schlichte engagiert – da gebe es viele Highlights, etwa die Flurbereinigung Schwaförden, wo Schlichte als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft gewirkt habe; die Herrichtung des Wegenetzes im Außenbereich, die Erweiterung der Sportanlagen zusammen mit dem TSV, der Kauf und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses und die jüngst abgeschlossene Sanierung des Parkplatzes. Selten habe er jemanden so beharrlich in der Sache erlebt, stellte Göbberd heraus, eine Sache nicht zu Ende zu führen, das gebe es bei Schlichte nicht.

Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und auch Schlichte erinnerte sich nur positiv: „Es gab überhaupt keinen Ärger.“ Man will das kaum glauben, doch Schlichte erklärt: „Wir haben immer abgestimmt, in welche Richtung wir gehen wollen – und sind nicht vor die Wand gelaufen. Es hat nie Stress gegeben zwischen mir und Helmut, wir haben immer alles in aller Ruhe besprochen – und das dann durchgesetzt. Ohne Kampfabstimmung.“

Für die nächste Ratssitzung wird ein besonderer Tagesordnungspunkt vorbereitet, auf Antrag von Ratsherrn Bernd Bolte: Die Entscheidung darüber, Wilfried Schlichte zum Ehrenbürgermeister zu machen.     sis

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