Leere Rohre und Lieferprobleme

Tepestraßen-Sanierung in Sudwalde: 195 nicht ganz einfache Meter

Der Verlauf der Tepestraße in Sudwalde wurde nicht verändert.
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Der Verlauf der Tepestraße in Sudwalde wurde nicht verändert.

Sudwalde – Gerader ist die Straße nicht. Immer noch schlängelt sich die Tepestraße über rund 195 Meter an der Kirche vorbei von der Mallinghäuser Straße bis zur Affinghäuser Straße in Sudwalde. Die Bauarbeiten laufen, Bürgermeister Rainer Klusmann ist täglich vor Ort, oft genug auch Walter Kohröde. Und seitdem das Material angeliefert wurde, sind es auch die Bauarbeiter.

Ende Oktober, so der ursprüngliche Plan, hätte der Ausbau eigentlich beendet sein sollen. Die ersten Arbeiten waren bereits Anfang Oktober ausgeführt worden. „Doch der eigentliche Beginn der Tiefbauarbeiten verzögerte sich, aufgrund von Lieferschwierigkeiten für das Material“, erklärt Bauamtsleiter Achim Hollmann von der Samtgemeindeverwaltung in Schwaförden. Acht Wochen Wartezeit verlangte etwa die Bestellung der Einlaufschächte. Aber die Bauarbeiten waren doch seit Langem geplant? „Das Material wird aber erst bestellt, wenn der konkrete Auftrag vorliegt.“ Zeit und Mühe kostete während der Arbeiten noch etwas anderes: „Leitungen, die im Nichts endeten. Leitungen, die abgeklemmt werden mussten. Aber es gab keine Pläne oder Grundlagen, warum und wozu die Leitungen gelegt wurden“, berichtet Hollmann.

Einwohner Walter Kohröde hat Kenntnisse von manchen der Leitungen, er habe etliche „geprüft“. Andere wiederum führten zu etwas – in einem Fall zu einer Waschmaschine. Und als da die Leitung gekappt wurde, entlud sich das Waschwasser auf die Tepestraße. Ein anderes Malheur resultierte in einem durchtrennten Telefonkabel eines Anwohners.

Die Pflastersteine müssen wieder verlegt werden.

„Der Unterbau ist jetzt fertig“, erklärte Bürgermeister Rainer Klusmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Entsorgung „toter Rohre“ und anderer unerwarteter Funde habe Mehrkosten verursacht. Hollmann spricht von etwa 6 000 bis 7 000 Euro. „Rein technisch hätte man manches Rohr mit Beton verfüllen können“, berichtet Klusmann, aber er habe den nachfolgenden Generationen nicht lauter Betonklötze im Sudwalder Untergrund hinterlassen wollen.

Schotter, Sand, Splitt, Oberflächenentwässerung: Es steht noch einiges auf dem Plan. Den bestimmt jetzt das Wetter. Einige der Arbeiten können bei Frost nicht erfolgen – was wiederum das Ende der Bauarbeiten verzögern würde. Und: Fünf Straßenlampen sollen die Tepestraße künftig in das rechte Licht tauchen. Das Problem, man ahnt es: Lieferschwierigkeiten. Rainer Klusmann unkt: „Ob die Lampen noch in 2021 kommen, steht noch nicht fest.“

Der Untergrund für den Straßenaufbau ist fertig.

Die Baukosten der Tepestraße sind mit 360 000 Euro im Haushaltsplan veranschlagt, Zuschüsse werden in Höhe von 263 000 Euro erwartet. „Weniger als ursprünglich eingeplant. Weil auch die Summe der anrechenbaren Kosten reduziert wurde“, hatte Klusmann bereits vor Wochen erklärt.

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