Förderverein: Für das „Extra“ der Feuerwehrausrüstung

Neu in Neuenkirchen: Tauchpumpe, D-Rohr und LED-Strahler

Übergabe der drei neuen Anschaffungen, natürlich ohne „Wasser marsch“: Hartmut Schorling (links) und Gerhard Stellmann.
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Übergabe der drei neuen Anschaffungen, natürlich ohne „Wasser marsch“: Hartmut Schorling (links) und Gerhard Stellmann.

Neuenkirchen – Übungsdienste fallen derzeit aus, die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen bleibt jedoch einsatzfähig – und hat die Ausrüstung gerade erst ergänzt. Spenden, von Bürgern und Geschäftsleuten gleichermaßen, sowie Mitgliedsbeiträge summieren sich auf 2 500 Euro, die der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr – Ortsfeuerwehr Neuenkirchen, im Jahr 2011 gegründet, jetzt ausgegeben hat.

Gekauft wurden eine Tauchpumpe, ein D-Hohlstrahlrohr und ein LED-Strahler auf einem Dreibein.

Den Mitgliedsbeitrag legt übrigens nicht der Förderverein fest – sondern das Mitglied, das spenden kann, was es möchte. Der Verein versteht sich nicht als Konkurrenz zum eigentlichen Träger der Feuerwehren, der Samtgemeinde Schwaförden. Dennoch gibt es immer Extras, auch bei „Feuerwehr“. Daher gelte ein Dank allen Förderern und Spendern.

Hartmut Schorling, stellvertretender Ortsbrandmeister, und Gerhard Stellmann, Vorsitzender des Fördervereins Freiwillige Feuerwehr – Ortsfeuerwehr Neuenkirchen) erklären die Auswahl. Die Tauchpumpe sei eine Hochleistungspumpe, die 330 Liter pro Minute abpumpen könne. Etwa, wenn der Keller volllaufe, aufgrund von Starkregen. Die Tauchpumpe verfüge über einen sogenannten C-Anschluss, sie könne das Wasser bis auf wenige Zentimeter abpumpen - eine normale Pumpe würde bei einem Wasserstand von bis zu 20 oder 30 Zentimeter bereits das Limit erreicht haben. Die neue Pumpe beseitige das Wasser (aus einer Tiefe von bis zu elf Metern) so weit, „dass man nur noch einmal aufwischen müsste“, sagt Schorling. Starkregen sei eine Begleiterscheinung des Klimawandels – und obwohl diese Einsätze nicht häufig vorkämen, wolle die Ortsfeuerwehr gerüstet sein.

Das gilt auch für das D-Hohlstrahlrohr. Es sei kleiner als das übliche C-Hohlstrahlrohr mit einstellbaren Durchflussmengen zwischen 40 bis 130 Liter pro Minute bei sechs bar. Dadurch müssten auch kleinere Schläuche eingesetzt werden. In der Bekämpfung von Flächenbränden habe sich der Vorteil gezeigt: Die kleineren Schläuche fassen weniger Wasser und auch dank der geringeren Wassermenge, die das D-Hohlstrahlrohr benötige, reiche der Tank auf den Einsatz-Fahrzeugen länger. Die Bekämpfung eines Flächenbrandes könne so optimaler gesteuert werden.

Die LED-Strahler auf einem Dreibein schließlich diene der Sicherheit der Einsatzkräfte.

Zwar habe man einen Halogenstrahler auf dem Neuenkirchener Einsatzfahrzeug – aber der sei an das Fahrzeug gekoppelt. Mit dem neuen LED-Strahler (zwei 60 Watt LED-Strahler entsprechen 1000 Watt Halogenstrahler, erklärt Schorling) könnten nun jene Bereiche ausgeleuchtet werden, die der Strahler nicht erfasst, etwa Gebäuderückseiten. Das Teleskop-Dreibeinstativ verfüge über eine Luftdämpfung und sei bis auf eine Höhe von 4,70 Meter ausziehbar.

Das nächste „Extra“ für die Ortsfeuerwehr Neuenkirchen wäre ein sogenannter mobiler Rauchverschluss. Gleich zu Beginn der Coronazeit hätten die Neuenkirchener innerhalb von einer Woche gleich zwei Küchenbrände gehabt, erinnert Schorling. Und ein Übergreifen von Rauch auf andere Räume gilt es, zu verhindern.   sis

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