Bob-Dylan-Coverband bei Kastens

„Bob’s Your Uncle“: Tanzbare Gute-Laune-Mucke

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Servierten bei Kastens tanzbare Gute-Laune-Mucke: die Musiker der Bob-Dylan-Coverband „Bob’s Your Uncle“.

Schmalförden - Von Martina Kurth-schumacher. „Songs eins zu eins nachzuspielen, wäre langweilig, dann könnte man besser das Original hören“, hieß das Credo der Bob-Dylan-Coverband „Bob’s Your Uncle“. Die vier Musiker aus Kopenhagen, die am Samstag auf Einladung von „KulturGut Ehrenburg und umzu“ bei Kastens gastierten, warfen Dylans Kulthits in ein völlig neues Gewand: Selbst die düstersten Songs präsentierten sie als tanzbare Gute-Laune-Mucke.

Der Engländer Keith Hopcroft (Gitarre, Mundharmonika, Gesang), in der Region bekannt durch viele Auftritte in unterschiedlicher Konstellation, stellte zusammen mit seinem Landsmann Thomas Clausen (Bass, Gesang), dem Dänen Mark Saxton (Schlagzeug, Gesang) und dem aus Australien stammenden Craig Stephens (Gitarre, Mandoline, Gesang) das gemeinsame Herzensprojekt vor. Beeinflusst von Rock’n’Roll, Punk, New Wave, lateinamerikanischer oder Post-Woodstock-Musik gaben sie den Kompositionen von „Mr. Bob“ ihre eigene Note – musikalisch brillant und mit großer Spielfreude: „Großes Kino“ auf der Bühne in Schmalförden, das die 130 Zuhörer vollends begeisterte.

Beeindruckend waren die Souveränität und die Versiertheit, mit der die Musiker ihre Instrumente im Griff hatten, aber auch ihr an die großen „B“-Bands erinnernde Harmoniegesang.

So wurden „Don’t think twice“ oder „Times they are changing” zu mitsingkompatiblen Folkpop-Songs, „Shelter from the storm” und „I’ll Be Your Baby Tonight” kamen als Reggae-Version daher, „Rainy Day Women“ im frischen Blues-Rock mit Slide-Guitar-Sound. Natürlich durfte auch der Song „Like a rolling stone“ nicht fehlen, der als einflussreichster aller Zeiten gilt und das beste Beispiel dafür ist, dass ein rollender Stein kein Moos ansetzt.

Der Engländer Keith Hopcroft (Gitarre, Mundharmonika, Gesang), bezeichnet „Bob’s Your Uncle“ als Herzensprojekt.

Das Publikum im ausverkauften Saal klebte den Musikern buchstäblich an den Lippen, um keine Nuance des differenzierten Klangs zu verpassen.

Und keinen der Witze, die die Musiker aus „Brexit-Land“ in trockener britischer Manier in ihre Ansagen streuten.

Im dritten Set lockten die Wahl-Kopenhagener auch eingefleischte Rock’n‘Roller aus der Reserve. Zu Songs von T. Rex, Little Richard, Dire Straits, Fleetwood Mac oder den Stones war Tanzen angesagt, aufgrund der Enge allerdings für die meisten Zuschauer im Sitzen.

Unter tosendem Beifall der Zuhörer nahmen die vier sympathischen Musiker aus den Händen von Hans-Jürgen Schumacher den Schmalfördener „Nobelpreis“ entgegen: Traditionell erhielten sie ein Glas Wesenstedter Honig. Die Band bedankte sich ihrerseits „for the wonderful experience“ kurz vor Mitternacht mit einem Song „for the road“: Der Klassiker „I’ll be your baby tonight“ war die letzte von etlichen Zugaben, bei denen sich das Tanzpublikum auf den wenigen freien Quadratzentimetern im Saal drängelte.

Das Fazit der Veranstaltung: Ein guter Abend – mehr als gut.

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