Sudwalder Rat möchte Verkehrsberuhigung am Ortseingang

Welcher Weg führt zur Insel?

Sudwalde - Mit dem Straßenausbau des Kiebitzweges ist von den fünf öffentlichen Dorferneuerungsmaßnahmen, die die Gemeinde Sudwalde dem Land Niedersachsen zur möglichen Umsetzung genannt hatte, eine abgeschlossen – was man als nächstes Projekt im bis Ende 2020 verlängerten Förderzeitraum in Angriff nehmen könnte, stellte Bürgermeister Rainer Klusmann in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend in der Gaststätte Friedrichs zur Diskussion.

Der Vorschlag, den Gemeindedirektor Helmut Denker dazu machte, zählt nicht zu den verbliebenen vier „Favoriten“: „Wir hatten ja insgesamt 31 Maßnahmen aufgelistet – eine davon war, in den Ortseingangsbereichen für eine Verkehrsberuhigung zu sorgen. Und dazu ergibt sich jetzt eine Möglichkeit: Der Landkreis erneuert die Fahrbahndecke der Kreisstraße 9, von Bensemanns Gasthaus in Affinghausen bis zu ,Strulli‘ “, also bis zum Gasthaus Stühring in Sudwalde.  

Bis Mitte 2018 solle die Fahrbahn saniert sein, zu dem Vorhaben werde der Landkreis noch die Anlieger anschreiben und zu einer Informationsveranstaltung einladen. Die Fahrbahnerneuerung der K 9 betrifft zumindest einen Ortseingangsbereich Sudwaldes. Denker: „Wir hatten ja mal über ,Verkehrsteiler‘ nachgedacht...“ Und um eine solche Verkehrsinsel zu realiseren „wäre das sicher einer der geschicktesten Momente“, befand Bürgermeister Klusmann. Als ein weiteres mögliches Projekt im Rahmen der Dorferneuerung brachte er die Umgestaltung der Tepestraße ins Spiel, die im Zusammenhang mit dem Kirchenumfeld zu einem einheitlich gestalteten Ortskern führen soll. 

Hier gelte es zunächst das Gespräch mit den Anliegern (unter anderem der Kirchengemeinde) zu suchen. Ratsherr Reinhard Müller erinnerte daran, dass die Idee zur Umgestaltung der Tepestraße auf Überlegungen für den Erhalt des Einzelhandels im Ort zurückging, die nicht mehr aktuell sind. Auf Vorschlag von Bürgermeister Klusmann will sich der Rat noch einmal näher mit dem Katalog möglicher Dorferneuerungsmaßnahmen auseinandersetzen.

Was die Verkehrsinsel anbelangt, sprach sich Reinhard Müller angesichts des von der Gemeinde aufzubringenden Kostenanteils dafür aus, die Verkehrsberuhigung nicht unbedingt über die Dorferneuerung zu realisieren, sondern zu prüfen, ob sie sich auf die Agenda der Straßenbaubehörde in Nienburg im Zuge der Erneuerung der K 9 setzen lässt. „Straßenbaulastträger ist der Landkreis Diepholz“, stellte dazu Helmut Denker fest. „Und beim Kreis hat man klar gesagt: Wenn die Gemeinde das möchte, soll sie bitte finanziell dafür aufkommen.“ Für den Bau der Verkehrsinsel könne man aber natürlich Synergieeffekte mit der Fahrbahnerneuerung nutzen.

Mehrere Ratsmitglieder stellten sich hinter Reinhard Müllers Vorschlag. Einstimmig beschlossen wurde, kosten für das Projekt zu ermitteln und den Antrag vorzubereiten, zunächst aber das Gespräch mit dem Landkreis Diepholz zu suchen. - ab

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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