Ausbau der Tepestraße läuft

Sudwalder Gemeinderat gewährt dem Heimatverein Zuschuss

Der Raum, den der Heimatverein Sudwalde derzeit im Heuerlingshaus als Archiv nutzt, ist deutlich zu klein geworden, der Verein hat ein neues Domizil gefunden. Über Nutzung und Unterhaltung des Heuerlingshauses wollen Vereine und Gemeinde sich zu einem späteren Zeitpunkt austauschen.
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Der Raum, den der Heimatverein Sudwalde derzeit im Heuerlingshaus als Archiv nutzt, ist deutlich zu klein geworden, der Verein hat ein neues Domizil gefunden. Über Nutzung und Unterhaltung des Heuerlingshauses wollen Vereine und Gemeinde sich zu einem späteren Zeitpunkt austauschen.

Sudwalde – Man kann sich auf seine Angaben verlassen: Walter Kohröde hat in seiner aktiven Berufslaufbahn so manchen Blick in den Sudwalder Untergrund geworfen. Und wenn er sagt, der Baggerfahrer kann da mit schwerem Gerät ran, dann kann der das. Der Senior wirft momentan täglich einen Blick auf die Großbaustelle in Sudwalde, den Ausbau der Tepestraße.

Bürgermeister Rainer Klusmann nutzte die öffentliche Sitzung des Rates am Donnerstagabend, um dem Senior zu danken, „dass Du mithilfst“. Kohröde sei einer von jenen guten Geistern im Ort, die etwas aus eigenem Antrieb für die Dorfgemeinschaft täten. Natürlich hätten Kommune und Bauamt ihre Hausaufgaben gemacht, für die geplanten Arbeiten Pläne studiert. Aber: „Was tatsächlich unter der Straße ist, weiß man nicht“, sagt Klusmann.

Gerade entdeckt worden sei bei den Bauarbeiten ein alter Schacht, weil sich vor 60 Jahren eine Heizung im Nebengebäude befunden hatte und der Eigentümer jenen Schacht unter der Straße hindurch für die Leitungen gegraben hatte. Walter Kohröde kennt die Geschichte – und informierte, dass keines der Rohre mehr angeschlossen war: „Könnt ihr abknipsen, da kommt nix mehr.“

Der Ausbau der Tepestraße ist der finanzielle Hauptposten im Nachtragshaushaltsplan, den der Rat (Karsten Hartwig fehlte entschuldigt) einstimmig verabschiedete. Kein Wunder, einige Einnahmen konnten „nach oben“ korrigiert werden, darunter, um 21 000 Euro, die Gewerbesteuer. Die Baukosten der Tepestraße werden mit 360 000 Euro veranschlagt, die Zuschüsse in Höhe von 263 000 Euro – etwas weniger, als ursprünglich eingeplant. „Weil auch die Summe der anrechenbaren Kosten reduziert wurde“, erklärt Klusmann. Ob es bei den Gesamtkosten bleibt, bleibe abzuwarten: „Es findet sich halt manchmal noch ein altes Rohr und das muss geprüft werden.“ Deshalb auch wurde der Wasserversorger zur Baustelle gerufen, weil noch ein Rohr Schmutz- und Regenwasser führe, was so nicht mehr erlaubt sei. Das werde am Montag genauer geprüft. Bei der Dauer der reinen Straßenbaumaßnahmen will sich Klusmann nicht festlegen, sieht aber ein Ende der Arbeiten Mitte November als durchaus realistisch an.

Neues Archiv für den Heimatverein

Keine Zeitvorgabe gibt es bezüglich des neuen Archivs. Der Heimatverein Sudwalde möchte die „Unterlagen, die der Geschichtsforschung der Gemeinde Sudwalde sowie derer Gebäude und Einwohner dienen“, sicher lagern. „Dabei stoßen wir mittlerweile im Raum im Heuerlingshaus an unsere Grenzen“, erklärte Vorsitzender Bernd Stubbemann in einem Schreiben an den Rat.

Eine bereits seit Jahren leer stehende Wohnung an der Affinghäuser Straße 132 käme in Frage – wenn eine gründliche Renovierung erfolgen könnte. Die Samtgemeinde als Vermieter hat bereits zugestimmt, übernimmt einen Teil der Renovierungskosten (2 500 Euro), den Rest (weitere 2 500 Euro) will die Gemeinde Sudwalde zahlen – wie der Rat einstimmig beschloss. Ein erster Kostenvoranschlag für umfassende Renovierungsarbeiten beläuft sich auf über 4 700 Euro. Eine neue Küche will der Heimatverein zahlen. Die Gemeinde will auch die laufenden Kosten übernehmen – die Samtgemeinde verlangt für die Nutzung der Wohnung als Archiv (Veranstaltungen seien hier nicht geplant) 100 Euro im Monat.

Wie die künftige Nutzung und Unterhaltung des Heuerlingshauses zu regeln ist, müsse festgelegt werden, so Klusmann. Dazu sollen sich Vereine und Gemeinde zur Absprache treffen.

Windkraft: Gemeinde will „Akzeptanzabgabe“ beantragen

Das neu gefasste Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beinhalte jetzt eine sogenannte „Akzeptanzabgabe“, erklärte Bürgermeister Rainer Klusmann. Demnach könnten Kommunen, in denen eine Windkraftanlage gebaut wird oder die durch eine Errichtung unmittelbar betroffen sind (bis zu 2,5 Kilometer rund um eine Windkraftanlage) „finanziell beteiligt“ werden. „Letztlich ein durchlaufender Posten für die Betreiber, denn die Bundesnetzagentur zahlt das.“ Was genau? 0,2 Cent pro Kilowattstunde könne die Gemeinde erwarten. Was heißt das in Euro für Sudwalde? „Das lässt sich nicht definieren. Man muss abwarten, ob die Prognosen auch so eintreffen. Und dann wäre es wohl im Idealfall ein sechsstelliger Betrag. Der, wenn überhaupt, frühestens ab 2024 zu erwarten ist“, sagt Klusmann. Der Vertrag der Kommune liege derzeit zur Prüfung bei der Kommunalaufsicht. Das Gemeindeoberhaupt behält die Spendierhosen unter Verschluss und mahnt: „Erst wenn gezahlt wird, können wir gucken, wie wir das Geld sinnvoll ausgeben.“

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