Rauschkolb: „Auch die Region hat Reize“

Abschlussfeier des Sulinger Gymnasiums

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Für die Abiturienten sprachen im Stadttheater Inga Franke und Kim Jacqueline Griewe (von links).

Sulingen - 115 Schülerinnen und Schüler verließen am Freitagnachmittag das Gymnasium Sulingen – 113 mit dem Abitur in der Tasche. Zwei haben den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben, der in Kombination mit dem beruflichen Teil die Möglichkeit bietet, ein Fachhochschulstudium aufzunehmen.

Zu den ersten Gratulanten im bis auf den letzten Platz besetzten Stadttheater zählten am Freitagnachmittag neben Schulleiterin Ute Lüßmann und Stellvertreter Friedrich Knispel, Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb, Elternvertreterin Angela Rentzel und Sven Mörker für den Verein der Eltern und Freunde des Gymnasiums Sulingen.

Schulabschluss ist keine Freikarte

Das Programm, das Friedrich Knispel im Beisein des CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig und von Vertretern von Verwaltung, Wirtschaft und örtlichen Schulen eröffnet hatte, gestalteten neben Einzelinterpreten Angehörige des Schulorchesters, der Bigband, der Tanz-AG und des Chors.

Sven Mörker, Vorsitzender des Vereins der Eltern und Freunde des Gymnasiums Sulingen (links), Schulleiterin Ute Lüßmann und Stephan Timpke (beide Gymnasium, v.r.) mit den besonders ausgezeichneten Abiturienten.

Für die Abiturienten sprachen Inga Franke und Kim Jacqueline Griewe, die die vergangenen beiden Oberstufenjahre als „Achterbahnfahrt vom Feinsten“ bezeichneten. Angefangen bei der Einteilung in Kurse über das für die Schüler zunächst neue Benotungssystem bis zu neuen Freundschaften: Schon nach kurzer Zeit habe sich alles eingespielt. Das Abitur eröffne den jungen Frauen und Männern jetzt die Möglichkeit eines Studiums oder einer Berufsausbildung. Dennoch sei der Schulabschluss keine Freikarte. „Was im nächsten Kapitel wirklich zählt, ist der Einsatz und das Engagement, mit denen wir Dinge angehen.“

Bürgermeister hofft, dass Schüler irgendwann zurück in die Region finden

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb gab sich zuversichtlich, dass das Gros der Abiturienten bereits die Weichen in Richtung Zukunft gestellt habe. Rauschkolb zeichnete Berufsbilder nach – und warb dabei auch für Engagement in der Region: „Für uns wäre wichtig, dass sie in ihrer Heimat bleiben oder zumindest – nach einer gewissen Zeit – in die Region zurückkehren.“ Justitia, Gesundheitswesen und Ingenieurwesen böten auch in der Region attraktive Entwicklungsmöglichkeiten.

Sven Mörker bezeichnete das Abitur als „höchsten zu erreichenden Schulabschluss“. Der Vorsitzende des Vereins der Förderer und Freunde in Richtung der Abiturienten: „Ein Schulabschluss, der ihnen alle Berufsmöglichkeiten eröffnet.“ Angela Rentzel bescheinigte den Abiturienten, sich einer Herausforderung gestellt zu haben. „Ihre Eltern freuen sich heute umso mehr, mit ihnen feiern zu können.“

Standards für das Zusammenleben neu definieren

Schulleiterin Ute Lüßmann brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Abiturienten Teil einer Welt sein werden, die es zulässt, dass sie selbst ihr Schicksal in die Hand nehmen. Die Schulleiterin warnte davor, der Versuchung zu erliegen, aus der analogen in die digitale Welt und damit aus der realen in die Welt des Internets zu entfliehen. Soziologisch werde der Abschlussjahrgang 2017 der Generation Z zugeordnet. 

Allgemein sei die Generation Z dadurch gekennzeichnet, schon in frühester Kindheit mit den digitalen Medien aufgewachsen zu sein. Lüßmann: „Wir sind alle aufgefordert, egal ob Baby-Boomer oder Generation X, Y oder Z, Standards für unser Zusammenleben neu zu definieren.“ Um solche Standards zu installieren und verpflichtend zu machen, seien Trennungen nicht hilfreich. „Das müssen wir gemeinsam machen.“ Die Schulleiterin in Richtung der Abiturienten: „Dafür brauchen wir sie.“

oti

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