Neuenkirchener Open Air 2021: Vom Warten auf eine Freigabe

Sportplatz für kulturelles Leben

Montreal, Headliner in diesem Jahr, waren bereits 2014 zu Gast beim Neuenkirchener Open Air.
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Montreal, Headliner in diesem Jahr, waren bereits 2014 zu Gast beim Neuenkirchener Open Air.

Neuenkirchen – „Eigentlich sollte 2020 unser großes 25-jähriges Jubiläum stattfinden und alles war vorbereitet“, sagt Marten Hoener, zweiter Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins „Blau Weiß“. Jedoch: Wegen der Corona-Pandemie musste das Neuenkirchener Open Air abgesagt werden. Erstmals in der 25-jährigen Geschichte.

Die Organisatoren hatten ein „grandioses Line-up“, das „einen herausragenden Abend“ bereiten sollte. Jede Menge ehrenamtlich geleisteter Arbeit. Viele Förderer aus der heimischen Wirtschaft, aber auch Sponsoring durch vom Konzept begeisterte Privatleute.

Und dank dieser Konstellation konnte das NOA bestehen bleiben. „Mehr noch – wir haben auch ohne Veranstaltung weiterarbeiten können“, berichtet Hoener. Eines der Projekte seien zwei große Bauzaunbanner, um das Gelände zu verschönern. Die Banner hätten Mathias Bochow und Ole M. Werner entworfen und seien jetzt geliefert worden.

„Weitere Projekte sind in der Endvorbereitung. Wir alle hoffen, dass das Jahr 2021 vielleicht doch noch einen Weg finden wird, nicht in die alte, aber in eine neue Realität, in der langsam das kulturelle Leben wieder einen Platz in der Mitte der Gesellschaft findet. Und wir unser großes Jubiläum am Samstag, 10. Juli nachholen können“, heißt es seitens des Teams.

Wenn das Line-up steht, aber alles Weitere ständig neuen Vorgaben unterliegt, was kann da organisiert werden?

Mathias Bochow: Wir vom Team bereiten uns planerisch vor. Wir hoffen, dass wenigstens kleinere Festivals draußen wieder stattfinden können und wir im späten Frühjahr dann die rechtlichen Vorgaben zu kennen.

Wie informiert ihr euch?

Klaus Bochow: Wir sind dazu natürlich auch in sehr hilfreichen Gesprächen mit unserem Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker und haben die Unterstützung von Neuenkirchens Bürgermeister Heinrich Kanzelmeier.

Was gibt es an Vorgaben für eure Planungen?

Dominik Neumann: Vorgabe durch den Landkreis im Rahmen eines Hygienekonzeptes könnte zum Beispiel eine komplette namentliche Dokumentierung aller Besucher sein, deren Zahl auch begrenzt sein würde.

Das klingt doch praktikabel. Wo ist der Haken?

Klaus Bochow: Dann ginge der Kartenverkauf nur im Vorverkauf über einen Ticket-Anbieter. Denn an der bisher üblichen, ehrenamtlich betreuten Abendkasse würde uns das natürlich überfordern. Außerdem müssten wir das Festivalgelände komplett absperren, mehr Security-Personal verpflichten und zur Entzerrung gegebenenfalls zusätzliche Toilettenwagen mieten. Das sind so unsere bisherigen Teamgedanken zu eventuellen Vorgaben.

Dominik Neumann: Im Spätsommer 2020 wurden kleinere Veranstaltungen draußen bestuhlt erlaubt. Letztlich wäre so etwas auch möglich, allerdings mit großem Aufwand. Aber wir wünschen uns das so nicht gerade, und die Kosten können wir ja auch noch nicht endgültig einschätzen.

Wie oft kann man umplanen?

Dominik Neumann: Der Termin steht fest. Und wegen der Bandverpflichtungen geht da auch keine terminliche Umplanung. Aber sonst sind wir spontan und flexibel, was die Organisation am Sportplatz angeht.

Wann und wieso müsstet ihr die Reißleine erneut ziehen und das NOA auch für 2021 absagen?

Das neue Plakat halten, von links, Klaus Bochow, Mathias Bochow und Marten Hoener.

Mathias Bochow: Ein Fixpunkt wäre etwa Mitte April, denn da müssten die Dateien für Flyer und Plakate an die Druckerei. Verzichten wir auf Werbung und die Bands, Techniker, Caterer machen mit, könnten wir schon bis Anfang / Mitte Juni abwarten.

Manche werden keine Karten ergattern können. Ist es möglich, das Festival zu streamen?

Marten Hoener: Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Da müssten wir uns zu Technik und Kosten erst mal schlaumachen.

Ihr hattet gesagt, das Line-up 2020 hat komplett zugesagt für 2021. Bleibt es dabei?

Marten Hoener: Das wirklich interessante und hochklassige Line-up steht für den 10. Juli mit dem Headliner „Montreal“. Außerdem dabei sind „8Kids“, „Drei Meter Feldweg“, „Grillmaster Flash“, Franziska Günther und die „Bremen Vier Blaskapelle“.

Hand aufs Herz: Ihr habt doch die Musik aufgedreht an Silvester und getanzt. Eure derzeitigen Lieblingslieder?

Klaus Bochow: Also feiern und tanzen war – soweit ich weiß – auch bei uns im Team an Silvester nicht angesagt. Laute Musik passt natürlich.

Marten Hoener: Zwei unserer Teammitglieder haben auf Spotify und Deezer Neuenkirchener-Open-Air-Playlists erstellt und die laufen eigentlich immer bei uns hoch und runter.

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