Zwei Seniorinnen ermöglichen Oberschülern Besuch in der Kunsthalle Bremen

Spende von Alt an Jung

Neben dem Besuch in der Kunsthalle blieb den Klassen R8a und R8b Zeit für einen Abstecher in die City.
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Neben dem Besuch in der Kunsthalle blieb den Klassen R8a und R8b Zeit für einen Abstecher in die City.

Schwaförden – Den Jugendlichen etwas zurückgeben, weil sie in der Pandemie bisher so zurückstecken mussten: Das war der Gedanke von Helga Kaiser aus Bremen und ihrer Freundin Renate Schmöe aus Worpswede. Beide Damen gehören seit einigen Jahren zur Gruppe der „Ü80“ und beide Damen kennen Natalie Igel, die als Kunstlehrerin an der Oberschule Ehrenburg / Schwaförden unterrichtet.

Helga Kaiser und Renate Schmöe spendierten zusammen 500 Euro – schlugen vor, dass Schülerinnen und Schüler der Oberschule in Ehrenburg und Schwaförden das Geld nutzen, um die Kunsthalle in Bremen zu besuchen. „Die Bremer Schülerinnen und Schüler fahren da oft hin, eben mal mit dem Rad“, erklärt Kaiser.

„Wir haben aber über die Spende an die Oberschule Ehrenburg festgestellt, wie aufwändig solch ein Ausflug für Schulen von außerhalb ist.“ Helga Kaiser malt selbst, wurde von Natalie Igel darin unterrichtet.

Eine selbstgefertigte Collage der Schüler vom Ausflug.

Renate Schmöe kennt Igel über Deutsch-Kurse am Goethe-Institut. So kamen die Kontakte der beiden Damen in die Samtgemeinde Schwaförden zustande.

Tatsächlich wurde durch die Spende der beiden Damen drei Klassen, aufgeteilt auf zwei Fahrten, der Ausflug in die Bremer Kunsthalle zur Ausstellung „Manet und Astruc Künstlerfreunde” ermöglicht: Unterwegs waren die Klasse R10a sowie die R8a und R8b.

Die Schüler der Klassen R8a und R8b dankten für die Spende, die den Ausflug ermöglichten.

Simon Sterzenbach aus der R10a beschreibt den Ausflug: „Mit Bus und Bahn von Bassum nach Bremen, alles verlief nach Plan ohne Verspätungen oder anderweitige Ausfälle wegen des Corona-Virus. Von dort aus durften die Schülerinnen und Schüler einen interessanten Rundgang zur Kunsthalle durchführen. Vorher hatten sie die Gelegenheit, einen Blick auf verschiedene Sehenswürdigkeiten Bremens zu werfen.“

In der Kunsthalle angekommen, seien die Schüler freundlich empfangen und auf die Sicherheitsvorkehrungen in der Ausstellung vorbereitet worden, in der Bilder im Wert von Millionen Euro ausgestellt würden. Zwei Stunden lang bekamen die Schüler tiefe Einblicke in die Kunstgeschichte von Manet und Astruc, dank einer Kunstwissenschaftlerin, die das Thema umfassend und spannend vorgestellt habe.

Die Schüler der Klasse R10a der Oberschule Ehrenburg / Schwaförden sagen „Danke“.

Nach der Führung durften die Schüler sogar selber Künstler sein: Sie sollten den Begriff „Freundschaft“ darstellen, nur mit Hilfe von Kreide und einem weißen A3-Blatt. „Als die Bilder mit verschiedensten Ideen anschließend vorgestellt wurden, bemerkten wir, wie facettenreich Kunst interpretiert und dargestellt werden kann“, berichtet Simon Sterzenbach.

Mit handgeschriebenen Briefen und kleinen Geschenken dankten die Schülerinnen und Schüler den beiden Damen, die ihnen „einen unvergesslichen Tag mit unserer Klasse“ ermöglicht hatten, „den wir so nie erlebt hätten“, formulieren es die Schüler des R10a.

Von Sylvia Wendt

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