Erste „Filipino Tribal Games“am WPZ Hahnhorst

Speere fliegen im „Regenwald“

Speerwurf von erhöhter Position: Etwas wackelig steht man schon auf dem Ansitz. - Fotos: Behling

Schwaförden - Tropischer Regenwald ist die vorherrschende Vegetation auf den Philippinen – tropisch war die Temperatur am Samstag nicht, für „Regenwald“ war am Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden aber gesorgt

Die zehn Teilnehmer der ersten „Filipino Tribal Games“ stammten hauptsächlich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Veranstalter Stefan Huck, ließen sich ebenso wenig vom Regen beeindrucken, wie es die Jäger und Krieger der philippinischen Stämme getan hätten, an deren Kultur das ungewöhnliche Sportereignis angelehnt ist.

„Nur beim stärkeren Schauer vorhin haben sich die meisten kurz in ihre Autos verzogen“, stellt Huck am Nachmittag fest. Urlaubszeit, Einschulungstag – „nächstes Jahr suche ich mir einen anderen Zeitpunkt aus“, überlegt der 27-Jährige, der 2014 in Nienburg die Kampfkunstschule „Huck Filipino Combat“ gegründet hat. „Wenn es nicht regnet?“, regt ein Teilnehmer grinsend an. Der Part des Bogenschießens mit Primitivbögen schon absolviert, und die Tribals, per Acrylfarbe auf die Haut der Teilnehmer „tätowiert“, blättern durch den Regen bereits etwas ab.

Gemeinsam wird der Parcours für den Speerwurf aufgebaut, fast identisch mit dem für das Bogenschießen: Es gilt jeweils zwei Speere auf die Ziele zu werfen – aus dem Stand, auf Baumstämmen balancierend, auf einem Ansitz stehend und im Laufen, das Ganze auf Zeit. Das gelingt mal besser, mal schlechter, schließlich sind „eigentlich alle Teilnehmer blutige Anfänger im Speerwurf“, stellt Huck fest. Das ist wohl eher unwichtig, alle, die dabei sind, haben gute Laune. „Es ist super, gefällt mir sehr“, bestätigt Mario Schwierzke. Der Siedenburger ist mit Stefan Huck befreundet und im Kampfsport aktiv, mit Bogenschießen und Speerwurf betritt er Neuland: „Ich freue mich, wenn ich Neues lerne.“ Gunni Gundersen aus Nienburg macht mit, „weil ich großes Interesse am Bogensport habe.“ Auch die Nienburgerin reizt es, mal etwas Neues auszuprobieren, und das Bogenschießen „hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“ Und was hält sie vom Speerwerfen? „Das ist ein bisschen schwer für mich“, stellt die 16-Jährige fest. „Ich finde das Bogenschießen spannender – und ästhetischer.“ 

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